Links der Woche

  • Im Gegensatz zu meinem Körper dürfen meine Worte Gewicht haben | Das Nuf Advanced:

    Patricia Cammarata über die Zumutung, als Frau irgendwelchen irgendwelchen Idealen des Aussehens entsprechen zu müssen, vor allem solchen, die Männern gefallen.

  • Schwarz, innen.:

    “Aber vor allem redet niemand gern darüber, weil die Reaktionen auf diese Krankheit fürchterlich sind. Dass Menschen, die nicht selbst betroffen sind, Schwierigkeiten haben, diesen Zustand nachzuvollziehen – geschenkt. Ich weiß nicht, wie sich ein gebrochener Arm anfühlt, ich hab mir noch nie was gebrochen. Wovor ich Angst habe, wenn ich darüber spreche: dass man mich für „schwach“ hält. Dass man mich abschreibt. Dass ich keine Jobs mehr bekomme. Dass man mich behandelt, als wäre ich nicht zurechnungsfähig. Solche Sachen.” 

  • Gefahr, drohende:

    “Doch damit entfernt sich die staatliche Gewalt immer weiter von Tätern und Taten und bewegt sich immer tiefer hinein in den Raum der Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten. Wer einmal Lotto oder Roulette gespielt hat weiß, wie tückisch dieser Raum ist und wie schnell man mit einer Beurteilung aufgrund von Annahmen daneben liegen kann. Jemanden ins Gefängnis zu bringen, nur weil man glaubt, dass er irgendwann etwas vorhaben könnte, ist staatliche Willkür. Noch dazu weil diese im Gesetz verniedlichend als Unterbindungsgewahrsam bezeichnete Haft praktisch unbegrenzt verlängert werden darf – ohne dass es zu einem ordentlichen Gerichtsverfahren kommt. Allein schon die verharmlosenden Wortwahl zeigt, dass hier willkürliche Staatsgewalt verschleiert werden soll.“

  • Vom Tellerwäscher zum Pensionär:

    “Der Politikwissenschaftler und Armutsforscher Christoph Butterwegge ­erkennt darin ein Konzept: »Die Schaffung eines breiteren Niedriglohn­sektors, um den Wirtschaftsstandort Deutschland noch konkurrenzfähiger auf den Weltmärkten zu machen, hat wesentlich dazu beigetragen, dass es heute mehr Armut trotz Arbeit gibt. Das war auch bewusst so gemacht und gewollt«, sagte Butterwegge im Deutschlandfunk.

    Tatsächlich war die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes das Kernstück der sozialdemokratischen Agenda 2010. »Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in ­Europa gibt. (…)«, prahlte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder 2005 während des Weltwirtschaftsforums in Davos.”

  • The Philosophy of the Weird and the Eerie:

    “Right now I’m reading more books at once than should be healthy for me. Two of them are Mark Fishers posthumously published The Weird and the Eerie and the first Volume of Eugene Thackers In the Dust of This Planet (Horror of Philosophy) – not only because I’m interested in the Horror-Genre for as long as I can think – literally: One of my first remembrances as a child is a Nightmare about a Witch. You’re welcome to play Therapist. –, but also because I sense that while we are exploring the vast Digital Spaces which provide any thinkable human expression of any kind, we are also more and more exploring vast Digital Spaces which provide unthinkable human expression of any kind („Can’t be unseen“) or in other words: The unknown Unknowns.“

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