Hassobjekt Sprachnachrichten

Wisst ihr noch? Als in den frühen 90er Jahren die Nase gerümpft wurde über Leute, die ein Mobiltelefon besaßen? Wie sie als Wichtigtuer galten und mobiles Telefonieren zu eher unfreundlichen wie witzlosen Rückschlüssen auf die Penisgröße führte? Und wie dann fast über Nacht alle ein Handy hatten, als sie einfach erschwinglich genug wurden? Das ist ein Schema, das sich regelmäßig wiederholt. Telefonate? Viel zu unpersönlich. Internet? Da sind doch nur pickelige Kellerkinder unterwegs. Blogs? Sind die Klowände des Internet. Twitter? Auch Klowände, aber (damals) mit nur 140 Zeichen. Youtube? Schminkvideos. Facebook? Sind doch gar keine richtigen Freundschaften.

Es ist das ewig gleiche Spiel, vor dem keine technische Neuerung sicher ist. Derzeit befinden wir uns auf dem Peak der Smartphone-Kritik. Das Feuilleton empfiehlt Digital Detox und die ressentimentvollen Bücher eines Manfred Spitzer verkaufen sich wie geschnitten Brot. Doch jetzt, wo selbst in jeder Seniorenresidenz per Whatsapp gechattet wird, taucht ein neuer Star am Horizont der Technikfeindlichkeit auf: das Jammern über Sprachnachrichten.

Weiterlesen bei t3n

So isst du gesund und günstig und bremst nebenher den Klimawandel

Du gehst am Bioladen vorbei und denkst, wenn du hier jeden Tag einkaufst, wird das nichts mit dem nächsten Urlaub. Also holst du dir die günstigen Eier, Steaks und Bananen aus dem Discounter, doch neben dem Hunger nagt auch noch das schlechte Gewissen an dir: Schließlich belastet konventionelle Landwirtschaft die Umwelt. Und Obst, das um den halben Globus geflogen wurde, ist streng genommen Gift fürs Klima.

Die gute Nachricht: Auch abseits von Bioläden bekommst du gesunde und preiswerte Nahrungsmittel. Und du kannst eine Menge tun, um gleichzeitig Geld zu sparen und das Klima zu schonen. Fünf Tipps, mit denen du das beste für Körper, Klima und Konto rausholst.

Weiterlesen bei VICE Motherboard

Machen Smartphones unsere Augen kaputt? Das sagt die Wissenschaft

Demnächst werden wir alle blind, weil wir zuviel auf Fernseher, Monitore und Telefone glotzen – das jedenfalls könnte man befürchten, wenn man einigen Schlagzeilen großer Medien glaubt. „Smartphones machen die Augen kaputt“, schreibt „Chip.de“. Die „Welt“ erklärt: „So ruinieren wir unsere Augen“ und nennt das ganze eine „neue Seuche“. Und die Redakteure von Wissenschaft.de haben sich sogar ein neues Wort ausgedacht: „cyberkrank„.

Die Angst, durch exzessiven Medienkonsum die Augen zu schädigen, gibt es schon deutlich länger als Computer. Sätze wie „Lies nicht zuviel, dann wirst du kurzsichtig“ bekamen wohl schon unsere Großeltern zu hören. Bei unseren Eltern hieß es dann: „Guck nicht so viel Fernsehen, sonst bekommst du eckige Augen.“ Die Sorge, dass Arbeit am PC schlecht für die Augen sein könne, ging schon Anfang der 1990er Jahreum, als noch längst nicht in jedem Haushalt ein Windows-3.0-Computer stand.

Trotz allem kann ein Großteil der Menschheit offenbar immer noch erstaunlich gut sehen. Heißt das also, ganze Generationen aus Eltern und Großeltern haben sich grundlos um die Augen ihrer Kinder gesorgt? Ganz so einfach ist es nicht: Ein paar Dinge sollten wir unseren Augen wirklich nicht zumuten. Hier kommen sechs verbreitete Mythen über Bildschirme – und was wirklich dahinter steckt.

Weiterlesen bei VICE Motherboard

Ein düsterer Vorgeschmack auf die Upload-Filter der EU-Urheberrechtsreform

Konservative Politiker rollen ja gerne mit den Augen, wenn das Wort „Upload-Filter“ fällt, denn davon stünde schließlich nichts im Gesetzesentwurf, der am 12. September im EU-Parlament verabschiedet wurde. Nach Artikel 13 werden alle größeren Internetplattformen in Zukunft dafür haften müssen, wenn ihre Nutzer urheberrechtlich geschütztes Material veröffentlichen. Anbieter, auf deren Websites sich täglich Tausende oder gar Millionen von Nutzern befinden, können dem Gesetz eigentlich nur dadurch genügen, dass sie Upload-Filter einrichten.

Solche Filter gibt es schon seit längerer Zeit, etwa das von Youtube bekannte Content ID. Jedes hochgeladene Video wird per digitalem Fingerabdruck mit einer Datenbank abgeglichen und gesperrt, sobald es geschütztes Material zu enthalten scheint. Dabei geht schon lange allerlei schief. So wurde diesen Sommer erst der Youtuber Paul Davids gesperrt, obwohl es sein eigenes Material war, das er hochgeladen hatte. Content ID betrifft nur Videos und Musik auf Youtube, die Urheberrechtsreform allerdings auch Bilder, Text, Programmcode und alles, was sich urheberrechtlich schützen lässt.

Kürzlich durfte ich einen kleinen Vorgeschmack davon erleben, wie sich ein Internet anfühlen könnte, in dem Upload-Filter allgegenwärtig sind.

Weiterlesen bei t3n

Sechs angebliche Klimasünden, die du trotzdem bedenkenlos begehen kannst

Wer im Netz nach Alltagstipps gegen den Klimawandel sucht, bekommt schnell ein schlechtes Gewissen. Klar, wer will schon gern ein Klimasünder sein, der aktiv dazu beiträgt, dass unser Planet zu einem weniger lebenswerten Ort mit Stürmen, Dürren und Überschwemmungen mutiert? Andererseits: Müssen wir jetzt alle so schnell wie möglich einen energiesparenden Kühlschrank kaufen – und sollten wir ernsthaft bei Geräten auf Standby den Stecker ziehen?

Die schlechte Nachricht: Unterm Strich müssen wir tatsächlich weniger Treibhausgase produzieren. Sie entstehen zum Beispiel bei der Fleischproduktion in der Landwirtschaft, beim Flug in den Urlaub, beim Heizen und Autofahren. Die gute Nachricht: Einige Klimasünden stellen sich bei näherer Betrachtung als gar nicht so schlimm heraus. Motherboard hat sechs verpönte Gewohnheiten recherchiert, die du guten Gewissens beibehalten kannst.

Weiterlesen bei VICE Motherboard

Büro-Cyborgs: Warum implantierte RFID-Chips langweilig sind

Implantierte RFID-Chips kennt man seit Jahrzehnten aus der Tierarzt-Praxis. Haustiere werden gechipt, um sie später per Lesegerät identifizieren zu können. Seit einiger Zeit implantieren sich auch Menschen solche Chips – zumeist in die Haut zwischen Daumen und Zeigefinger. Auch hier geht es um Identifikation: Die Chips werden benutzt, um Smartphones zu entsperren, Gebäude mit passender Schließanlage zu betreten und an Snackautomaten zu bezahlen.

Weiterlesen bei t3n

Warum das Urteil des OLG München zur Meinungsfreiheit auf Facebook kein Gamechanger ist

Die Geschichte wirkt recht übersichtlich: Eine AfD-Politikerin postet im Rahmen eines hitzigen Streites um Grenzkontrollen in Österreich eine ätzende Erwiderung. Facebook löscht diesen Post und sperrt die Politikerin für 30 Tage. Die Nutzerin wehrt sich und bekommt überraschenderweise in zweiter Instanz vor dem OLG München recht.

So oder so ähnlich ist die Geschichte in zahlreichen Medien zu lesen gewesen und löste Diskussionen darüber aus, ob die Meinungsfreiheit nun schwerer wiege als die Community-Standards von Facebook. Manche freuten sich, dass die Meinungsfreiheit auch auf einer privaten und kommerziellen Plattform wie Facebook gelte. Andere warfen ein, dass sich Hatespeech künftig viel schwerer bekämpfen ließe, wenn Plattformen alles stehen lassen müssen, was von der Meinungsfreiheit gedeckt ist. Und Startups fragen sich, ab wann denn eine Plattform groß genug sei, damit die Meinungsfreiheit schwerer wiege als das virtuelle Hausrecht und in welchem Umfang andere Plattformen unliebsame Nutzer bei sich dulden müssen. Doch darum geht es eigentlich gar nicht, wie ein Blick in die einstweilige Verfügung zeigt.

Weiterlesen bei t3n

Acht alltägliche Dinge, die ihr euch abgewöhnen solltet, um den Planeten zu retten

Einen Sommer lang redeten alle über den Klimawandel. Kaum sind die Temperaturen wieder erträglich, scheint das Thema aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden zu sein. Dabei verbrauchen wir im Winter mehr Energie als im Sommer. Deshalb ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, etwas fürs Klima zu tun.

Natürlich hat jeder einzelne von uns bei weitem nicht so viel Macht wie Politiker und Top-Manager der Wirtschaft. Trotzdem kann jeder von uns einen Beitrag leisten und auf ein paar Dinge verzichten. Denn einige unserer Angewohnheiten lassen sich wirklich nicht mehr mit gutem Gewissen beibehalten, weil sie dem Planeten eindeutig schaden.

Wir haben acht Dinge zusammengestellt, die wir alle in Zukunft besser bleiben lassen sollten, damit weniger Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen – und sich unser Planet nicht in einen Ort mit Stürmen, Überschwemmungen und Hungersnöten verwandelt.

Weiterlesen bei VICE Motherboard

Das Umfrage-Tool der „Aufstehen“-Bewegung ist eine Einladung für Botnetzwerke

Prinzipiell ist es eine gute Idee: Regierungen, Parteien oder politische Bewegungen schaffen Plattformen, auf denen Jedermann sich in den den politischen Diskurs einbringen soll. Idealerweise im Internet, denn das gibt auch denjenigen die Chance auf Teilnahme, die aus beruflichen oder privaten Gründen keine Zeit haben, Stammtische und Veranstaltungen zu besuchen.

Anläufe dazu gab es viele, vom virtuellen Ortsverein der SPD bis zur Liquid Democracy in der Piratenpartei. Viele Projekte scheiterten, aber gerade erst führte eine von der EU-Kommission durchgeführte Umfrage dazu, dass voraussichtlich die Zeitumstellung abgeschafft wird. Unabhängig vom politischen Inhalt wurde nicht weiter hinterfragt, wie wertvoll ein Abstimmungsergebnis ist, wenn rund 80 Prozent der Teilnehmer aus Deutschland stammen, obwohl nur etwa 16 Prozent der EU-Mitglieder Deutsche sind.

Weiterlesen bei t3n

Gilt auch für Unternehmen: Haltung zeigen gegen Rechts

Wenn es darum geht, sich dem Rechtsradikalismus entgegenzustellen, reicht es nicht, sich privat zu engagieren. Auch Unternehmen können und müssen Gesicht zeigen.

Am 1. September kippte etwas. An dem Tag fand in Chemnitz ein sogenannter „Trauermarsch“ statt, doch von Trauer und Andenken an den eine Woche zuvor am gleichen Ort erstochenen Daniel H. blieb nicht viel übrig. Zu den Alt-Nazis, Pegida und den anderen rechtsradikalen Gruppen gesellte sich die von Wahlerfolg zu Wahlerfolg eilende AfD, die lange Zeit noch euphemistisch „rechtspopulistisch“ genannt wurde.

Weiterlesen bei t3n