Ein Faktencheck zum Klimawandel

Polkappen und Gletscher sind geschmolzen, der Meeresspiegel ist um mehrere Meter gestiegen und hat Küstenstädte von New York bis Bangkok überflutet. Jeder hat Bekannte, deren Häuser schon durch Stürme und Überschwemmungenzerstört wurden. Viele einst grüne Regionen der Welt sind zu Wüsten geworden. Viele Tiere und Pflanzen sind ausgestorben, während in Deutschland Palmen heimisch geworden sind. Weltweit sind Millionen Menschen auf der Flucht, weil ihre Heimat unbewohnbar geworden ist.

So oder so ähnlich lauten die pessimistischen Prognosen für die nächsten Jahrzehnte und Jahrhunderte. Doch wird es wirklich soweit kommen? Sind die vielen Hitzerekorde des Sommers 2018 die Vorboten dieses Klimawandels? Kaum ein Thema ist wissenschaftlich so gut erforscht wie die menschengemachte Erderwärmung. Trotzdem ranken sich darum jede Menge Gerüchte, Verschwörungstheorien und Halbwahrheiten.

Der ungeregelte digitale Tod

Ungerecht und grausam müssen es die Hinterbliebenen finden, wenn ein Kind verstirbt, die Eltern nicht wissen, was wirklich passiert ist und das Internet helfen könnte, es aber nicht tut. Ein solcher Fall wird an diesem Donnerstag vor dem Bundesgerichtshof verhandelt. Er beschäftigt die Gerichte und eine Familie aus Berlin schon seit Jahren. Rückblick ins Jahr 2012: Ein 15-jähriges Mädchen stirbt auf den Gleisen einer U-Bahnhofstation. Nach ihrem Tod suchen die Eltern nach Hinweisen, ob es Suizid gewesen sein könnte. Hinweise erhoffen sie sich auch in den Facebook-Nachrichten der Tochter. Doch die Plattform verweigert den Zugang.

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Ein System von Filtern wäre Realität, das flächendeckend überwacht, was Menschen hochladen

Wenn Rechteverwerter gegen Urheberrechtsverstöße im Internet vorgehen wollten, mussten sie bisher die Übeltäter ausfindig machen und verklagen. Zugleich konnten sie die Webseiten auffordern, die geschützten Inhalte wieder zu löschen. Wäre es da nicht wesentlich einfacher, wenn die Betreiber von Apps und Webseiten schon beim Hochladen überprüfen müssen, ob ihre Nutzer gegen Urheberrechte verstoßen? Das ungefähr dachten sich Lobbyisten und Politiker beim Formulieren einer neuen EU-Richtlinie. Sie sieht vor, dass künftig nicht nur die Menschen verklagt werden können, die konkret Urheberrechtsverletzungen begehen, sondern auch die Apps und Webseiten, auf denen die Inhalte veröffentlicht werden.

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Angriff auf das freie Internet

Der Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments hat am 20. Juni über eine neue »Copyright Directive« oder »Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt« abgestimmt. Bereits Anfang Juli soll die Abstimmung im EU-Parlament folgen.

Besonders umstritten sind die Artikel 11 und 13. Der erste reguliert, was künftig noch im Internet verlinkt, der zweite, was hochgeladen werden darf. Bei beiden geht es um die Durchsetzung von Urheberrechten. Axel Voss, Europaabgeordneter der CDU und Mitverfasser des Entwurfs, findet, dass nicht nur die Nutzer Verantwortung dafür übernehmen müssen, welche Inhalte sie ins Netz stellen, sondern auch die ­Betreiber von Websites. Voss will diese in Haftung nehmen, wenn ihre Nutzer urheberrechtlich geschütztes Material hochladen.

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Wie ungesund sind E-Zigaretten?

Sieht aus wie ein ganz normaler USB-Stick, ist aber eine E-Zigarette und dazu eine besonders starke: Wenn es danach geht, was Teenies an US-Highschools cool finden, hat das sogenannte Juuling inzwischen das Vaping abgelöst. Zumindest wenn man Medienberichten und allerlei Posts auf Snapchat und Instagram glaubt. Nach Europa wird der Trend allerdings nicht allzu schnell überschwappen. Jedenfalls nicht legal, denn Juul und die dafür zum Rauchen notwendigen Liquid-Kartuschen dürfen wegen ihres hohen Nikotin-Gehaltes von bis zu 50 Milligramm nicht in der EU angeboten werden. Die stärksten Liquids dürfen hierzulande 20 Milligramm pro Milliliter Liquid enthalten.

Auch wenn Juuling einen noch härteren Nikotin-Kick im Vergleich zum Vaping verspricht: Seit E-Zigaretten vor einigen Jahren auf den Markt gekommen sind, wird diesseits und jenseits des Atlantiks die gleiche Debatte geführt. Die eine Seite warnt vor nicht abschätzbaren Gefahren für die Gesundheit und ist besorgt, dass eine ganze Generation Jugendlicher in die Nikotinsucht getrieben wird. Die andere Seite argumentiert, dass Juul, E-Zigaretten, und Tabakverdampfer weitaus weniger gesundheitsschädlich sind als klassische Zigaretten und viele Erkrankungen und Todesfälle verhindern können. Was den Streit so kompliziert macht, ist, dass beide Seiten aus ihrer Perspektive recht haben. Um zu klären, welche Seite die besseren Argumente hat, haben wir uns die häufigsten Mythen und Gerüchte um E-Zigaretten angeschaut und gecheckt, was die Wissenschaft dazu sagt.

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Das Wort „Datenschutzgrundverordnung“ hat eine ähnliche Wirkung wie das Fingerschnipsen eines Hypnotiseurs. Sobald es fällt, beschäftigen sich die meisten Menschen reflexartig mit irgend etwas völlig anderem. 2009 hat sich keiner dafür interessiert, als die Verhandlungen in den EU-Gremien begannen. Und auch nicht, als die DSGVO vor zwei Jahren in Kraft trat, aber wegen einer Schonfrist noch keine Wirkung entfaltete. Erst in den Tagen vor dem 25. Mai brach Hektik aus.

Vor allem Blogger und Selbstständige fingen an, ihre Webseiten irgendwie datenschutzkonform zurechtzuzimmern. Viele brüten nun über der Frage, was für personenbezogene Daten sie eigentlich so erheben und speichern. Die müssen nämlich bis ins letzte Detail in einem „Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten“ aufgeschrieben werden: Jedes erfasste Einzeldatum will darin verewigt sein mit genauer Angabe, zu welchem Zweck es gespeichert wird, auf welcher gesetzlichen Grundlage und auch welche Kollegen für diese Daten zuständig sind. Dazu gehört ein Löschkonzept und natürlich muss man in der Lage sein, Auskunft zu erteilen, wenn Kunden oder Geschäftspartner erfragen, welche Daten eigentlich über sie im Unternehmen vorliegen.

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Cryptowars, Cypherpunks und ein Fehlalarm

Mitte Mai brachte ein Tweet der Electronic Frontier Foundation viele Menschen weltweit dazu, ihre E-Mail-Verschlüsselung abzuschalten. Die US-Bürgerrechtsorganisation behauptete, einen schwerwiegenden Fehler im Kryptographiesystem GNU Privacy Guard gefunden zu haben, der die Computer, auf denen das System eingesetzt wird, angreifbar mache. Sie empfahl, entsprechende Plug-ins für E-Mail-Programme zu entfernen. Wer das tat, konnte anschließend keine verschlüsselten Mails mehr senden oder empfangen. Alte verschlüsselte Mails ließen sich nur noch mit Mühe lesen. Dabei war die Warnung völlig unnötig.

Innerhalb kurzer Zeit stellte sich heraus, dass die Sicherheitslücke gar nicht die Verschlüsselungssoftware selbst betraf, sondern die E-Mail-Programme. Für den Fall, dass ein Angreifer in der Lage ist, E-Mails vor der Zustellung abzufangen und zu manipulieren, könnte etwas eingeschleuster HTML-Code das E-Mail-Programm dazu bringen, den entschlüsselten Inhalt an einen Server im Internet zu schicken. Das ist eine peinliche Lücke für die Programmierer von Software wie Microsoft Outlook oder Apple Mail. Die eigentliche Verschlüsselung wurde dabei aber nicht geknackt und auch private Schlüssel des Programms kamen nicht abhanden. Wer sich gegen den unwahrscheinlichen Angriff schützen möchte, sollte die Anzeige von HTML-Mails abschalten – eine Einstellung, die aus Sicherheitsgründen in jedem E-Mail-Programm vorgenommen sein sollte.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Datenschutzbeauftragten

Als Folge der Datenschutzgrundverordnung war ein „Blogsterben“ vorhergesagt worden, weil Blogger und kleine Websitebetreiber mit den Regularien überfordert seien. Spoiler: Das Internet existiert noch. Aber als in meinem Umkreis tatsächlich einige ihre Blogs dicht machten, wollte ich wissen, ob mehr dahinter steckt oder es sich nur um einen Mythos handelt. Ich fragte also auf Twitter in die Runde und zählte innerhalb von 24 Stunden mehr als 300 geschlossene Blogs, Foren und Websites.

Natürlich ist diese Zahl in keiner Weise repräsentativ. Zugleich ist es wohl kaum übertrieben, von einer zehnmal höheren Dunkelziffer auszugehen. Interessant sind aber die Gründe, die die Blogger auf Twitter nannten. Alle gaben die DSGVO als Anlass für die Blogschließung an, aber nicht unbedingt als einzigen Grund. Viele bloggen sowieso nicht mehr. Deshalb war ihnen ihr Blog schlicht und ergreifend nicht wichtig genug, um sich um die Umsetzung der DSGVO zu kümmern. Ein Verlust ist das trotzdem. Denn auch wenn die Blogs sowieso nicht fortgeführt worden wären, sind ihre alten Inhalte verloren – ein Stück Netzkulturgeschichte des beginnenden 21. Jahrhunderts.

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Warum eine Kirche zur Anbetung künstlicher Intelligenz eine super Idee ist

Am Ende erwacht das ganze Universum zu einem erleuchteten Wesen, durchdrungen von Intelligenz. So steht es in Ray Kurzweils Buch „Menscheit 2.0“ von 2005 (Untertitel „Die Singularität ist nah“). Was Kurzweil, Chefentwickler bei Google, als das unausweichliche Schicksal des Universums sieht, ist der Endpunkt einer explosionsartigen Entwicklung, die wir gerade mit unseren Computern und der Entwicklung künstlicher Intelligenz in Gang setzen.

Anbeten lässt sich diese neue Gottheit schon heute. Dafür hat Anthony Levandowski eine neue Kirche gegründet. Levandowski ist kein Unbekannter: Unter anderem leitete er bei der Google-Tochter Waymo die Entwicklung autonomer Fahrzeuge. Wahrscheinlich denkt er schon lange darüber nach, wohin sich künstliche Intelligenz wohl entwickeln mag. Jedenfalls meldete er bereits vor mehr als zwei Jahren „Way of the Future“ als Non-Profit-Unternehmen zum Aufbau von Religionsgemeinschaft in Kalifornien an. Das Ziel: Eine künstliche Intelligenz erschaffen, diese dann als Gottheit anbeten und für Akzeptanz werben.

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Was ist dran am boomenden Bitcoin?

Der Bitcoin legte dieses Jahr eine beispiellose Rallye hin, sein Wert ist von 1000 auf 7000 Euro gestiegen. Aber wie funktioniert die digitale Währung eigentlich – und lohnt sich der Einstieg?

Alles begann 2008, als ein bis heute unbekannter Verschlüsselungsexperte unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto eine Idee veröffentlichte, wie sich digitales Geld schaffen ließe, das sich nicht ohne weiteres kopieren oder fälschen lässt. Kernstück dieser Idee war die Blockchain, eine Art riesige, verteilte Buchhaltung, von der es zahllose Kopien gibt und in die alle jederzeit hineinsehen können.

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