Und das Öl sprudelt immer noch

Neulich habe ich mich mit dem Reizzentrum via Blogkommentar darüber ausgetauscht, ob wir Blogger immer nur um unsere eigenen dreieinhalb Themen kreisen. Er ist enttäuscht davon, dass Blogs oft eben keine Gegenöffentlichkeit herstellen und Desinteresse der skandalorientierten Medien irgendwie geradebiegen, sondern – wenn man auf Rivva usw. nachschaut – genau wie die klassischen Medien immer nur berichten, was gerade interessant ist.

Das Bohrloch ist bis heute, dem 81. Tag seit Beginn der Katastrophe, nicht verschlossen. Russische Wissenschaftler haben sogar entdeckt, dass der Boden an der betreffenden Stelle so brüchig ist, dass ständig hier und da noch mehr Öl austritt. Trotzdem kannten wir alle nur das Thema WM und, neulich Präsidentenwahl und jetzt wohl gerade Gesundheitsreform. Unser aller Liebling ist ein Oktupus.

Nicht, dass man diese Themen nicht auch behandeln dürfe, aber diese mediale wie bloggiale Funkstille zum Oilspill finde ich langsam unerträglich. Vermutlich sitzen in der US-Regierung wirklich ein paar Leute, die BP permanent Feuer unterm Hintern machen – darum geht es mir nicht. Sondern eher darum, dass die Medien und auch die Bloggerei ein Spiegelbild der Gesellschaft sind. Oil Spill ist uns offenbar scheißegal. Und ich kann mich da nichtmal gänzlich von ausnehmen.


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