Links der Woche

Thema European Song Contest. Lena. Der einzig wahre Grand-Prix-Song ever ist und bleibt:

Links der Woche

Beatbox-Dog sings Trololo:

Links der Woche

Reblogged – was ich woanders geschrieben habe:

Zum Schluss

was für unsere Star-Wars-Fans:

Links der Woche

Reblogged

Zum Schluss

Was für ein Kompliment!

[via Inconstant Motion]

Links der Woche

Reblogged

Ich hab nen ganzen Stapel Blogposts, die ich zu gerne auch hier veröffentlichen würde, was aber im Volltext nicht geht, weil ich sie nunmal beruflich schreibe. Manchmal habe ich sie hier angerissen und mit einem „Weiterlesen“-Link versehen, was aber bei der Leserschaft auch nicht so gut ankam. Also habe ich eine Umfrage gestartet und freue mich, dass die Variante am meisten Stimmen bekam, die mir selber auch am besten gefällt: Eine Zusammenfassung aller Posts als wöchentliche Linksammlung. Manche mögen zwar keine Linksammlungen, aber ignorieren kost nix. Here we go:

Zum Schluss

Im folgenden sehen Sie einen Wahlwerbespot der Christlich Demokratischen Union – CDU. Für den Inhalt der Wahlwerbung sind die Parteien verantwortlich.

(Die meinen das wirklich ernst, oder?)

10 doch eher angelaufene goldene Twitterregeln

Update: OK, OK, mein Ironie-Dektektor war kaputt, alles Satire und ich knietief im Fettnäpfchen. Post löschen ist natürlich nicht…

Nico Lumma hat in seinem Blog 10 goldene Twitterregeln aufgestellt, die beim Lesen dann doch an einigen Stellen irritierten. Teilweise liegt es daran, dass Nico wohl den Einsatz von Twitter in der Unternehmenskommunikation (und zwar nach außen) meint, er redet ja auch von Kommunikationsmix. Trotzdem ist manches fraglich:

  • Twitter ist kein Chat. Das stimmt natürlich. Nervtötendes Hin- und Hergechatte gerade auch bei vierstelligen Followerzahlen ist eine Zumutung für die Leser. Trotzdem zu kurz gedacht, denn manchmal sind die Chats durchaus vergleichbar mit Micro-Podiumsdiskussionen. Manchmal besteht der Witz eines Tweets auch nicht in seiner Eigenständigkeit, sondern darin, dass er auf Dialogen aufbaut. Ein guter Twitter-Client zeigt Reply-Ketten an.
  • Die Wahl der Sprache: Ich hatte eine Zeitlang ein paar mehr US-Follower, als ich noch viel Katzencontent brachte. Ihnen zuliebe hatte ich teilweise auf Englisch getwittert. Mir ist aufgefallen, dass viele deutschsprachige Follower das eher irritierend fanden. Die Wahl der Sprache ist alleine meine Entscheidung. Ein einzelner ausländischer Follower, der sich in meinen Account verirrt hat, ist ganz sicherlich kein Grund, die Sprache umzustellen. Vielmehr sollte ich überlegen, ob ich auch ein internationales Publikum adressieren will und wenn ja, ob ich nicht mehrere Accounts in verschiedenen Sprachen verwende.
  • Die Relevanz der Followerzahlen ist schlicht keine. Es gibt genügend Spamfollower mit fünfstelligen Followerzahlen, die vollkommen irrelevant sind. Interessanter ist da schon das Verhältnis Follower zu Followees. Man darf nicht vergessen: Twitter ist klein, klein, klein. 2000, 5000 oder 10.0000 Follower, von denen die meisten nur einen Bruchteil meiner Tweets wahrnehmen, sind im Marketing-Mix eines Unternehmens eine verschwindend geringe Zahl. Twittern zielt nicht auf die Masse sondern auf Multiplikatoren. Qualität geht eindeutig vor Quantität.

Den übrigen Regeln stimme ich weitgehend zu, obwohl ich hier und da noch meine Anmerkungen zu machen hätte. Aber eine ganz fundamentale Kritik: Wofür will ich Twitter überhaupt einsetzen? Privat? Selbstmarketing? Unternehmens-PR? Dialogisch? Verlautbarungsmedium? Geschlossener kleiner Nutzerkreis (privat oder im Büro)? Jede dieser Gruppen wird Twitter vollkommen anders verwenden.

Wesentlich sinnvoller finde ich dann doch die altbekannten sieben goldenen Twitterregeln.

Twitternde Nazis

Das Auftauchen der NPD hat heute auf Twitter viel Aufregung verursacht. Sofort machten Aufrufe die Runde, den Account zu blocken. (Wenn das genügend Twitterer tun, geht Twitter davon aus, dass es sich um Spam handelt und sperrt den Account). Gleichzeitig wurden Rufe laut, das sei Zensur und Diskriminierung. Eigentlich hat German Psycho das ganze schon sehr schön zusammengefasst. Wegen einiger Nachfragen muss ich das aber mal ergänzen:

Wenn ich eine Kneipe betreibe, habe ich Hausrecht und darf Leute, die mir nicht passen, hinauswerfen. Genauso darf ein Blogger unerwünschte Kommentare löschen, darf ein Verleger entscheiden, welche Artikel in seinen Zeitungen erscheinen – und genauso darf Twitter auch Nutzer von der Plattform ausschließen. Das  hat mit Zensur nichts zu tun. Zensur ist die staatliche Unterdrückung unerwünschter Inhalte (unabhängig davon, ob sie angemessen ist oder nicht). So etwas wie private Zensur gibt es nicht. Wenn auf Twitter eine Anti-NPD-Bewegung entsteht, so ist das das Online-Pendant zur Gegendemonstration in der Offline-Welt.

(Update 10.10.2011: Meine Meinung in Bezug auf das Hausrecht habe ich inzwischen geändert. Twitter, Google+ und Facebook sind heute öffentliche Räume, die Regeln darf nicht mehr nur noch das betreibende Unternehmen aufstellen, sondern müssen von den Nutzern mitbestimmt werden. An meiner Haltung zu NPD-Anhängern ändert das freilich nichts.)

Die Meinungs- und Redefreiheit jedenfalls bleibt gewahrt. Die Nazis haben weiterhin das Recht, Ihre Meinung in Wort, Schrift und Bild zu verbreiten. Sie können weiterhin im Rahmen der Gesetze Aufmärsche organisieren, Wahlwerbespots ausstrahlen lassen, Flyer unters Volk bringen, ihre Zeitungen verlegen und Webseiten online stellen soviel sie wollen. Sie können mich aber nicht zwingen, ihren Kram zu tolerieren. Selbstverständlich kann jeder Anwender die NPD auf Twitter blocken, wenn er sich von ihr belästigt fühlt. Und Twitter ist zwar ein öffentlicher Raum, zugleich aber ein privates Unternehmen. Die Spielregeln, die dort gelten, werden von niemand anderem festgelegt als vonTwitter selbst. Wenn sie eine Regel aufstellen, einen Account bei zu vielen Blockings zu sperren, und die NPD zu oft geblockt wird, dann hat letztere schlicht und ergreifend Pech gehabt. Das Recht auf Meinungsfreiheit gilt nämlich nicht nur für die NPD sondern ist auch mein Recht, öffentlich zu sagen, was ich von ihr halte.

Ja, selbstverständlich ist das Diskriminierung. Das macht aber nichts. Diskriminieren ist etwas, das wir alle ständig tun. Wir haben nunmal nicht alle Menschen gleichermaßen lieb und niemand kann uns zwingen, zu allen gleich freundlich zu sein. Es ist unser Recht, Menschen aufgrund ihrer Persönlichkeit abzulehnen. Jeder von uns darf selbst entscheiden, mit wem er nichts zu tun haben will. Ein Arschloch ist, wer Menschen nicht anhand Ihrer Worte und Taten ablehnt, sondern sie aus Gründen wie Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Religion diskriminiert. Und über genau solche Leute reden wir, wenn wir über die NPD reden.

Auf Twitter schrieb ich

Es kotzt mich sowas von an, dass so viele themen kampflos der npd überlassen werden u man bräunlich wirkt, wenn man bestimmte ansichten hat

und wurde gefragt, was ich meine. Obligatorisches Dementi: Ich bin nicht ausländerfeindlich, nicht rassistisch, nicht homophob, fühle mich nicht überfremdet, träume nicht von den Grenzen von 1937, glaube nicht an eine polnische Kriegsschuld, erwarte von Frauen kein Gebärmaschinendasein am Herd, will auch die D-Mark nicht wiederhaben usw. usw. usw.

Viele Menschen fühlen sich in einer kalten Gesellschaft zurückgelassen. Besonders in Ostdeutschland wird einem verloren gegangenen Zusammenhalt nachgetrauert. Hartz IV wird als Entsolidarisierung und Repressalie wahrgenommen. Antikapitalismus ist längst wieder salonfähig geworden. Die Globalisierung macht vielen Leuten Angst. Und sehr viele Menschen haben das Gefühl, die Politiker leben in einer Parallelwelt und machen da ihr eigenes Ding.

Würde man Umfragen machen: Die obigen Aussagen bekämen sehr hohe Zustimmungswerte. Die NPD nutz genau dies aus. Sie kümmert sich nicht nur scheinbar um die Sorgen und Nöte dieser kleinen Leute sondern organisiert sogar vor Ort Einkaufshilfen, Lagerfeuer usw. Das erregt Sympathie und stille Zustimmung bei Leuten, die sich selbst nicht als Nazi sehen würden. Und wenn diese Leute sich zu oft von „denen da oben“ angelogen gefühlt haben, dann werden sie irgendwann anfangen, den rechtsradikalen Verschwörungstheorien derjenigen zu glauben, die sonst im Alltag was nettes auf die Beine stellen. Ganz leicht wird die USA zum Besatzer, der Holocaust zur Lüge, der Nazi zum netten Kumpel.

Bis vor kurzem hatte ich eine sehr tolerante Haltung der NPD gegenüber: Sie sollten uneingeschränkte Meinungsfreiheit genießen. Nachdem ich mich heute wieder mit ihr beschäftigt habe, fange ich an, meine Haltung zu liberal zu finden. Ich habe einfach dermaßen viele widerwärtige Verdrehungen, Hetzereien und Lügen gefunden, dass ich diese Partei am liebsten verbieten würde. (Nein, ich verlinke den Dreck hier nicht.) Nur noch wenige Argumente lassen mich die NPD tolerieren: Immer noch besser, sie betreiben ihren Mist offen als im Untergrund. Und Verbote könnten das „Gedankengut“ für manche noch attraktiver machen.

Ich denke, die meisten Wähler der NPD sind nicht wirklich rechtsradikal, sondern haben aus Protest gewählt. Ich denke, hier wird eine Zustimmung in der Bevölkerung konstruiert, die so nicht existiert. Diese Menschen wollen vor allem keinen Rechtsradikalismus, sondern dass jemand sich ihrer konkreten Probleme annimmt. Vermutlich würden sie gerne eine Linkspartei ohne SED-Vergangenheit oder eine SPD ohne Hartz IV wählen. Das ist ein Feld, das man verdammt nochmal nicht den Nazis überlassen darf. Ist die NPD weiterhin erfolgreich, sind CDU/CSU, FDP, Grüne, Linke und SPD mit schuldig daran.

P.S.: Kann man NPD-Mitglieder eigentlich Nazis nennen? Die NPD ist ja nicht nur nationalistisch, sondern wendet sich (wie oben dargelegt) an „den kleinen Mann“. Programm und Propaganda enthalten viele antikapitalistische und sozialistische Züge, bestehen aber vor allem aus Deutschtümelei, Reaktion, Revanchismus und – ja! – Antisemitismus. Zwischen NPD und NSDAP besteht nur ein gradueller Unterschied. Menschen, die vollkommen hinter diesem Gedankengut stehen, sind nicht „irgendwie bräunlich“ sondern schlicht Neonazis, die ihre Hakenkreuze verstecken, weil sie sie nicht zeigen dürfen.

Die leidige (Ent-)Followerei

ashility fragt bei Twitter

Ich gebe zu, ich bin ein Follow-Chaot. Ich habe einen harten Kern von Twitterern, die ich wirklich unbedingt lesen will. Und das tue ich nicht mit einem Twitter-Client sondern per RSS-Feed! Hallo Twitterer, Ihr seid alle sehr interessante Menschen. Jemand sagt was lustiges: Follow. Ich benutze die Suche anhand bestimmter Begriffe: Follow. Ich mag ein Profilbild (wie das von @ashility): Follow. Ich entdecke viel versprechende „Twitter-Promis“ in irgendwelchen Rankings: Follow.

Follow. Follow. Follow. Ja, das wird chaotisch. Ja, ich bin bei Twitterern wie @ashility oder @stijlroyal furchtbar unentschlossen und habe sie mehrmals ge- und ent-followed. Warum sollte das schlimm sein? Irgendwann jedoch quillt die Timeline über. Wenn Twitter halbwegs lesbar und übersichtlich bleiben soll, bleibt nichts anderes, als auch regelmäßig wieder zu ent-followen. Quasi als Qualitätsoffensive. Ich räume alle paar Tage bis Wochen mal wieder auf und kündige das sogar auf Twitter an.

Das Problem ist nur: Ent-Followen tut weh. Es bedeutet quasi zu sagen: Ich halte Dich für irrelevant und höre Dir nicht mehr zu. Niemand wird gerne ent-followed. Niemand ent-followed selbst gerne. Dennoch werde ich es weiterhin so halten, denn ich habe über Twitter schon viele tolle und interessante Menschen kennengelernt. Es schwappt langsam ins Real Life über und ich möchte, dass das so bleibt. Also will ich weiterhin allen möglichen Leuten aufs Geratewohl followen dürfen.

Völlig bekloppt hingegen ist der Vorschlag, jedem, den man entfollowed eine kleine Mitteilung zu schicken, warum man das tut. Demnächst werde ich mir Kärtchen drucken lassen mit der Aufschrift: „Hallo, ich habe Dir jetzt eine halbe Stunde zugehört und entschieden, dass ich nicht mehr mit Dir reden möchte.“, und die in einer Kneipe verteilen. Mal sehen, wie die Leute so drauf reagieren…