Raten mit Daten

Nicht alles, was wissenschaftlich belegt zu sein scheint, stimmt auch. Manchmal wird ungenau gemessen oder die Ergebnisse werden falsch interpretiert.

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Lebenslüge Internet

Das Internet sei kaputt – verkündete Sascha Lobo Mitte Januar in einem vielbeachteten Aufsatz in der FAZ. Kaputt deshalb, weil seit den Enthüllungen Edward Snowdens klar sei, dass das Internet nicht mehr eine Befreiungs-, Demokratie- und Emanzipationsmaschine, sondern im Gegenteil zum allumfassenden Überwachungsapparat mutiert sei. »Digitale Kränkung« nennt Sascha Lobo das und erklärt diese zur »vierten Kränkung der Menschheit«. Die ersten drei Kränkungen der Menschheit sind, laut Sigmund Freud, Kopernikus’ Feststellung, dass der Mensch nicht der Mittelpunkt des Universums ist; Darwins Feststellung, dass der Mensch vom Tier abstammt; und Freuds eigene Feststellung, dass der Mensch nicht Herr seiner eigenen Gedanken und Gefühle ist.

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Gedanken zum Diktat!

Wie werden wir in der Zukunft schreiben? Verschiedenste Schreibgeräte wurden bereits erfunden, trotzdem tippen wir weiterhin mit den Fingern auf Tastaturen herum. Die Gedankenlesemaschine könnte alles verändern.

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Das Geld der Nerds

In Berlin akzeptieren immer mehr Geschäfte Bitcoins als Zahlungsart. Mit der virtuellen Währung, die vor wenigen Jahren von Programmierern geschaffen wurde, kann man Kleider, Burger und Bücher kaufen – oder Drogen. Das geht fast so anonym wie mit Bargeld. Und ganz ohne Zentralbank.

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Deutsches Internet? Nein, danke!

Seit Edward Snowden die Totalüberwachung unseres Datenverkehrs durch US-amerikanische und britische Geheimdienste enthüllt hat, bemüht man sich in Deutschland um Schadensbegrenzung. Dabei geht es weniger um den Schaden der Bürgerinnen und Bürger, sondern um das beschädigte Image. Während die Bundesregierung den Skandal für beendet erklärt, weil man schriftlich habe, dass in Deutschland keine Gesetze übertreten worden seien, stehen die großen Internet- und E-Mail-Anbieter vor einem Problem. Ihr Geschäftsmodell fußt unter anderem darauf, dass die Menschen sich E-Mails schicken wollen. Sie haben Angst, dass ihre Kunden das Vertrauen in die Kommunikation per E-Mail verlieren.

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Privatsphäre im Internet: Wie auf dem Dorf

Wer viel im Internet unterwegs ist, weiß: E-Mails sind nicht geschützt, ihr Versand gleicht dem einer Postkarte, die von jedem mitgelesen werden kann, der auf dem Weg vom Sender zum Empfänger zufällig einen Blick darauf wirft. Die Struktur des Internet war von Anfang an auf Offenheit ausgelegt. Private Räume kann man darin schaffen, aber man muss das selbst tun und sie entsprechend sichern. Viele Firmen machen das schon lange, sie verwenden etwa abgeschottete Intranets und gestatten von außen nur einen gesicherten Zugang via Virtual Private Network.

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Die Polizei in deinem Postfach

Name, Adresse, Passwörter und Pin-Nummern – all das können Ermittlungsbehörden dank der Bestandsdatenauskunft künftig ohne weiteres von Internet- und Handynutzern abfragen. Der Protest gegen das neue Gesetz blieb wirkungslos. Eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht scheint hingegen erfolgversprechend zu sein.

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