Implantatpflicht? – Technologie als Befreiung und Bedrohung

Im Rahmen des Thementages „Behinderung/Enthinderung“ bei Deutschlandfunk Kultur, versuche ich, das Cochlea-Implantat nicht nur zu erklären, sondern ein wenig auf die Meta-Ebene zu gehen. Jedenfalls soweit das in fünf Minuten möglich ist.

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Und ich habe – neben etlichen anderen – meine Meinung zur Frage gesagt, wie sich die Gesellschaft „enthindern“ ließe.

Enthinderung

Was muss sich in unserer Gesellschaft ändern, damit Menschen mit Behinderung besser zurechtkommen? Hier einige Ideen! #enthinderung

Posted by Deutschlandfunk Kultur on Freitag, 20. Oktober 2017

Behinderung? Enthinderung! Thementag bei Deutschlandfunk Kultur am 19.10.

„Behinderung? Enthinderung! – Zwischen Inklusion und Avantgarde“ ist der Titel des Thementages am Donnerstag, 19. Oktober auf Deutschlandfunk Kultur, an dem ich gerade redaktionell mitarbeite. Oder mit den Worten der Kollegen:

Menschen sind nicht behindert, sie werden dazu gemacht – durch praktische Hindernisse und durch den gesellschaftlichen Umgang mit einem vermeintlichen Nischenthema. Inklusion, Barrierefreiheit, Bundesteilhabegesetz: Behinderung wird technisch administriert, das persönliche Gespräch und der Austausch über wichtige kulturelle und gesellschaftliche Fragen ist noch immer schwierig.

Irgendwann ab 14.00 Uhr werde ich im „Kompressor“ kurzzeitig auch vor dem Mikrofon sitzen. Es wird um die kulturellen Differenzen innerhalb der Gehörlosen-Community gehen, die unterschiedlichen Perspektiven spätertaubter und gehörlos geborener Menschen und den ewigen Streit für oder gegen das Cochlea-Implantat.

Ein Akku auf Kochsalzbasis

Texte, die sich mit wissenschaftlichen und technischen Neuerungen auseinander setzen, beginnen immer häufiger mit „chinesische Forscher“. Dieses mal waren es Chemiker an der Fudan-Universität von Shanghai. Sie haben einen Akku entwickelt, der Natrium statt Lithium verwendet und entweder als Band kommt – ähnlich wie ein Klebestreifen – oder als Nanoröhrchen. Und er kann mit Kochsalzlösung oder sogar menschlichen Körperflüssigkeiten aufgeladen werden. Bis zur Marktreife wird es noch ein wenig dauern, aber es ist jetzt schon faszinierend, sich auszumalen, was dadurch alles möglich wird. Vielleicht Smartwatches, deren Akku sich im Armband befindet. Oder allerlei Implantate, die Körperfunktionen überwachen. Für die war Energieversorgung bisher das größte Problem.

Bei Deutschlandfunk Kultur erkläre ich in aller Kürze die Neuentwicklung.

Renaissance des „Und was ist mit…?“

Wie staunte man, als Donald Trump im Wahlkampf alle möglichen Vorhaltungen einfach an sich abperlen lassen konnte. Dafür griff er zu einem rhetorischen Taschenspielertrick: Wann immer er angegriffen wurde, attackierte er Hillary Clinton wegen ihrer E-Mail-Affäre. Wer könnte heute noch all die Skandale aufzählen, die Trump im Wochentakt produzierte? Haften blieb stattdessen das böse Wort von „crooked Hillary“ – der unehrlichen Hillary Clinton. Genannt wird dieses Muster „Whataboutismus“.

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Wie Cyborgs Filmgeschichte schrieben

Beim Cyborg denken wir vor allem an Terminator und die Borg aus Star Trek. Doch seit wann gibt es eigentlich Cyborgs im Film und wie werden sie dargestellt? Hat sich das Bild vom Cyborg über die Jahrzehnte verändert? Von wohl ersten richtigen Cyborg-Film „Cyborg 2087“ von 1966 bis zum heute im Kino startenden Remake von „Ghost in the Shell“ habe ich für Deutschland-Radio Kultur eine Mini-Kulturgeschichte des Cyborg-Films zusammengestellt und mich mit Timo Grampes darüber unterhalten.

Unser Leben vor der Eingabemaske

Nachname, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht – wenn wir vor einem Computer sitzen, verbringen wir erstaunlich viel Zeit damit, Eingabemasken auszufüllen. Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort – das tippen wir wieder und wieder ein. Egal ob wir Waren bestellen, eine Fahrkarte buchen, Geld überweisen, die Steuererklärung machen oder uns für einen Arbeitsplatz bewerben: Der Computer fragt nach IBAN, TAN, Kreditkartennummer, Versicherungsnummer, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und nach dem Passwort. Verdammt, wie hieß noch das vermaledeite Passwort?

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