Renaissance des „Und was ist mit…?“

Wie staunte man, als Donald Trump im Wahlkampf alle möglichen Vorhaltungen einfach an sich abperlen lassen konnte. Dafür griff er zu einem rhetorischen Taschenspielertrick: Wann immer er angegriffen wurde, attackierte er Hillary Clinton wegen ihrer E-Mail-Affäre. Wer könnte heute noch all die Skandale aufzählen, die Trump im Wochentakt produzierte? Haften blieb stattdessen das böse Wort von „crooked Hillary“ – der unehrlichen Hillary Clinton. Genannt wird dieses Muster „Whataboutismus“.

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Wie Cyborgs Filmgeschichte schrieben

Beim Cyborg denken wir vor allem an Terminator und die Borg aus Star Trek. Doch seit wann gibt es eigentlich Cyborgs im Film und wie werden sie dargestellt? Hat sich das Bild vom Cyborg über die Jahrzehnte verändert? Von wohl ersten richtigen Cyborg-Film „Cyborg 2087“ von 1966 bis zum heute im Kino startenden Remake von „Ghost in the Shell“ habe ich für Deutschland-Radio Kultur eine Mini-Kulturgeschichte des Cyborg-Films zusammengestellt und mich mit Timo Grampes darüber unterhalten.

Unser Leben vor der Eingabemaske

Nachname, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht – wenn wir vor einem Computer sitzen, verbringen wir erstaunlich viel Zeit damit, Eingabemasken auszufüllen. Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort – das tippen wir wieder und wieder ein. Egal ob wir Waren bestellen, eine Fahrkarte buchen, Geld überweisen, die Steuererklärung machen oder uns für einen Arbeitsplatz bewerben: Der Computer fragt nach IBAN, TAN, Kreditkartennummer, Versicherungsnummer, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und nach dem Passwort. Verdammt, wie hieß noch das vermaledeite Passwort?

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Verteidigung der Selbstoptimierung

Selbstoptimierung ist vielen suspekt. Wenn schon in der Arbeitswelt alles streng durchoptimiert ist, brauchen wir dann zusätzlich noch privat eine weitere Tretmühle aus Schrittzählern und Pulsmessern? Werden wir zu Sklaven unserer Daten, unterworfen von Algorithmen, die unseren Alltag strukturieren? Droht gar ein neues puritanisches Zeitalter der Verhaltensvorschriften? Und wie viele Pillen werfen wir nur ein, um im kapitalistischen Rattenrennen mithalten zu können?

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