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Links der Woche

  • Schlagworte und Brandsätze: Die „Asyldebatte“ gestern und heute:

    “1985 verstieg sich CSU-Chef Strauß zu der Aussage, dass ohne eine Änderung des Grundrechtes auf Asyl Deutschland „bald die Kanaken im Land“ haben werde. 1986 forcierten CDU und CSU gezielt die Debatten über die Asylpolitik und kürten diese zum wichtigsten Wahlkampfthema bei den anstehenden Abstimmungen in Bayern sowie im Bund. „Um die Stimmung im Volk rechtzeitig zu den Wahlen anzuheizen, helfen Unionspolitiker mit schreckenerregenden Zahlen nach“, schrieb „Der Spiegel“ damals.”

  • Wenn du behindert bist, schuldet Schäuble dir einen Porsche | VICE | Deutschland:

    “Menschen, die wegen ihrer Behinderung auf staatlich finanzierte Assistenz angewiesen sind, dürfen nicht mehr als 2.600 Euro ansparen. Sie dürfen keinen Bausparvertrag besitzen, keine Lebensversicherung und ein mögliches Erbe wird vom Staat ebenfalls kassiert. Der maximale Monatsverdienst darf 798 Euro nicht überschreiten. (…) Willst du mit deinem Partner zusammenziehen, wird auch dessen Einkommen und Vermögen herangezogen. Eine Heirat ist dabei gar nicht nötig; auch ohne wird das Paar als Bedarfsgemeinschaft verstanden, die zusammen nicht mehr als 3.214 Euro auf die niedrige Kante legen darf.”

  • Science Isn’t Broken:

    “The important lesson here is that a single analysis is not sufficient to find a definitive answer. Every result is a temporary truth, one that’s subject to change when someone else comes along to build, test and analyze anew.“

  • Schlusspunkt: Auch Random House/Bertelsmann (Heyne, Blanvalet, …) kehrt Adobe-DRM den Rücken:

    “Nachdem der schwedische Bonnier-Konzern (Piper, Ullstein, Carlsen, …) Ende Juni die Umstellung seines Kopierschutzes von hart (Adobe) auf weich (Wasserzeichen) verkündete und nicht einmal einen Monat später Holtzbrinck (Rowohlt, Knaur, KiWi, S. Fischer, …) folgte, war Random House in den vergangenen Wochen der einzige große deutsche Verlagskonzern mit weiterhin harter Verschlüsselung.“

  • Karma statt Kopfnoten:

    “Die Waldorfschule gilt im akademischen Bürgertum als sanfte und schöngeistige Alternative zur fiesen, erfolgsorientierten staatlichen Schule. Die Basis der Pädagogik bildet eine völkisch-esoterische Ideologie, die viele Eltern offenbar nicht hinterfragen.“

  • Ein Unwort für Untaten: Asylkritik:

    “Mit der Übertragung auf Individuen und Gruppierungen, die keinerlei sachliche oder in irgendeiner Weise begründete Kritik üben, sondern stattdessen hetzerische Parolen skandieren – im Falle der “Asylkritiker” besonders gern vor den Flüchtlingsunterkünften selbst –, werden die Wörter dann aber zu klassischen politischen Euphemismen, die aus drei Gründen problematisch sind.“