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Spaß mit Pages: Google+ pseudonym und anonym verwenden

Gestern Abend verbreitete sich die Nachricht, dass Google+ nun endlich analog zu Facebook auch „Pages“ unterstützt, die keinem Klarnamenszwang mehr unterliegen. Damit kann man dann auch GooglePlus-Accounts für Blogs, Firmen und Organisationen unter passendem Namen anlegen – oder Google+ anonym verwenden. So einer Page sieht man (bisher) nicht an, wer sie angelegt hat. Falls sich das mal ändert und auch damit Google die Verbindung zwischen Pseudonym und bürgerlicher Identität nicht ziehen kann, richtet man sich halt einen Fake-Account unter unter echt klingendem Namen der Sorte „Michael Meier“ an und von dort aus dann die Page mit dem Lieblingspseudonym.

Ich habe keine Ahnung, ob das schon das neulich angekündigte Pseudonym-Feature ist oder ob es noch kommt. Als Hack erfüllt das ganze seinen Zweck und könnte ähnlich wie bei Facebook einen Trend einleiten: Social Bigotry. Schließlich muss Google seine Policy nicht ändern und kann die Klarnamennazis weiterhin zufrieden stellen, andererseits existiert ein gangbarer Hack, Google+ pseudonym und sogar hinreichend anonym zu nutzen. Ein Bisschen wie bei Facebook, wo Pseudonyme offiziell nicht erlaubt sind, aber massenhaft toleriert und dann doch immer mal wieder gesperrt werden.

Witz am Rande: Meine neue GooglePlus-Page „Die Ennomane“ habe ich von meinem wegen Pseudonymnutzung gesperrten Account aus angelegt. Einfach so. Dafür sperrt Google mich monatelang aus und nimmt das ganze miese Pseudonymdebattenkarma auf sich? Bleibt nur noch das Problem: Wie kriege ich die rund 4600 Follower des alten Accounts dazu, dem neuen Account zu folgen?

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