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Links der Woche

  • Feynsinn » Der böse Plan B:

    Wäre Ökonomie eine Wissenschaft oder wenigstens eine Kunst, hätte sie beizeiten Ideen entwickelt. Sie hätte für möglich gehalten, was zu verdrängen sie sich stets bemüht. Sie hätte einiges verhindern können, was Kulturen an den Rand des Zusammenbruchs führt – oder darüber hinaus. Sie entwickelte sich vorwärts anstatt mit schroffer Ablehnung auf jeden Gedanken zu reagieren, der nicht in ihre Leitsätze passt. Sie wäre gewappnet für das, was noch kommt.

  • Der Preis der christlichen Leitkultur | fxneumann:

    Genau wie für andere Immaterialgüter gilt: Nur wer sie für sich behält, kann sie kontrollieren. Wie jedes Lied Teil der öffentlichen Sphäre wird und damit ständiger Reproduktion und Adaption ausgesetzt ist, wird auch eine kulturelle Praxis unkontrollierbarer Reproduktion und Adaption ausgesetzt. Ostern und Weihnachten, Nikolaus und Engel gehören nicht mehr den Christen oder gar den verfaßten Kirchen: Sie sind Teil des kulturellen Kapitals einer ganzen Gesellschaft geworden, ihre Bedeutung wird von der gesamten Gesellschaft, nicht nur ihres christlichen Teils, verhandelt und produziert.

  • Grenzwert-Ethik | WILD DUECK BLOG:

    Ethik sagt, was wir tun sollen. Optimierung führt an die Grenze des Erlaubten. Wollen wir uns nur an der orientieren? Nicht an der Mitte der Einsicht? Dann werden wir also kämpfen – weil wir zwar andere zu schädigen bereit sind, aber selbst keinen Schaden haben wollen.

  • Kamillenteeverbot und Tomatenboykott: Das böse Heilpflanzenverbot der EU:

    Man könnte das ja fast schon wieder für Satire halten. “Chemische Bomben oder sanfte Naturheilmittel”… ernsthaft jetzt. Alles ist Chemie. Das Zeug aus der Natur besteht genauso aus Atomen und Molekülen wie das, was in einem Labor erzeugt wird. Und die “sanfte” Natur hat jede Menge gefährliche und tödliche Mittelchen zu bieten mit jeder Menge Nebenwirkungen. Im Gegensatz zu den gleichen Stoffen, die von Pharmazeuten für den Einsatz als Medikament optimiert wurden und bei denen man versucht, möglichst wenig Nebenwirkungen zu bekommen. Die Assoziation “Natur=immer gut” und “Chemie=immer böse” ist Unsinn. Egal ob das Zeug jetzt aus dem Wald kommt oder dem Labor: es kann gut wirken und problemlos heilen. Oder uns mit heftigen Nebenwirkungen treffen, krank machen oder umbringen. Es kommt ganz darauf an, was und wie man es einsetzt.

  • Vermögensverteilung – Einkommensgerechtigkeit – Leistungsgerechtigkeit:

    Ein Vorstandsvorsitzender verdient in Deutschland durchschnittlich 156,66 mal soviel wie ein durchschnittlicher Arbeitnehmer. Leistungs muss sich lohnen. Leistet er 156,66 mal soviel wie ein durchschnittlicher Arbeitnehmer? Arbeitet er statt 40 Stunden die Woche 6.266,4 Stunden die Woche? Hat er statt 18 Jahren Schule Studium 174 Jahre Schule Studium absolviert? Ist er 156,66 mal so clever wie die Arbeitnehmer? Ist er 156,66 mal so engagiert wie die Arbeitnehmer?

  • Jakob Augstein: Vergesst die K-Frage!:

    Wenn Steinmeier und Gabriel über Kanzlerkandidaten nachdenken, dann erinnern sie an den Arbeitslosen, der morgens das Haus verlässt und abends zurückkehrt, als wäre alles wie sonst.

  • Die Institution und der Dämon | ctrl verlust:

    1) in Deutschland der so genannte “Wutbürger” und in den USA – deutlicher und radikaler – die Tea-Party-Bewegung. Hier passieren keine direkte Revolutionen – das nicht – aber doch Dinge, die das Potential haben, das System, wie wir es kennen, in ungeahnten Maße zu destabilisieren.

  • Gastbeitrag: Das Mädchen mit den 3 Chromosomen « Quadratmeter:

    Ich wurde als Mädchen mit 3 Chromosomen geboren. Zwei X- und einem Y-Chromosom. Äußerlich macht es sich nicht bemerkbar, außer vielleicht dem Bedürfnis, sich vorm Fernseher am Sack zu kratzen, nach Genuss eines Bieres mit Herzenslust aufzustoßen oder jeden Morgen gähnend vor der Toilette zu stehen, um enttäuscht festzustellen, dass einem die Optionen fehlen und man sich definitiv setzen MUSS.

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