Warum nur diese Neigung, in immer den gleichen Bahnen zu denken. Warum leben wie auf Schienen gesetzt. Wie oft und lange muss ich Cabrio fahren, bis ich wirklich kapiert habe, dass kein Dach da ist. In voller Fahrt den Kopf in den Nacken, als läge ich mit 100 Stundenkilometern auf einer Wiese – und der Himmel bewegt plötzlich sehr schnell und wird sehr plastisch. Vielleicht gehen wir deshalb für 3D-Bilder ins Kino, weil wir unseren Alltag so oft gar nicht mehr dreidimensional wahrnehmen.
Ich habe meinen Fernseher schon vor Jahren abgeschafft. Wenn man aber teilweise mitbekommt, wie eine Sendung produziert wird, weil Freunde das machen, sieht man manches mit anderen Augen. Naja „arte“ sieht man sowieso mit anderen Augen – bzw. gar nicht – bzw. behaupten viel mehr Leute, dass sie „arte“ gucken, als es dann wirklich tun.
Wie dem auch sei, die Autorin und Regisseurin Julia Waldmann macht seit einiger Zeit Beiträge für das Wissensmagazin „X:enius“, das werktäglich im Vorabendprogramm läuft. Heute Abend kommt eine Folge, die ich schon vorab sehen durfte und die mir sehr gefallen hat: Symphonie einer Großstadt. Das Moderatoren-Duo ist dort Geräuschen, Klängen und Tönen auf der Spur und hat den Klang Berlins an vielen Stellen aufgezeichnet, einen Geräuschemacher besucht und aus Alltagsgeräuschen einen Song basteln lassen. Das ist für mich, der gerne den Ton ganz abschaltet, eine ziemlich faszinierende Angelegenheit. Die Sendung läuft heute Abend um 17.35 bei Arte und kann die nächsten 7 Tage in der arte-Mediathek angesehen werden.
Diesen Artikel über die Scheinerkrankung Cellulite sollte jede Frau jeweils zum Frühstück, Mittagessen und Abendbrot lesen müssen, bis sie ihn nachweislich verstanden und verinnerlicht hat