-
Anschluss und Ausschluss:
Ich stelle Links ja gerne ein Zitat aus dem Text voran. Bei diesem Text von Michael Seemann weiß ich allerdings nicht, welchen Absatz ich dafür nehmen soll. Dafür sind einfach zu viele äußert spannende und prägnante Aussagen drin.
-
Dann soin’s hoid Kuchn essn …:
„Ich fragte sie, warum sie für diese Weisheit Habermas, Ralws oder Rorty gelesen habe, wo eine Presseerklärung des Arbeitgeberverbandes gereicht hätte.“
-
Gedeih und Verderb des deutschen Wortschatzes:
„Der Wortschatz des Deutschen (und damit auch die Ausdruckskraft) wächst kontinuierlich, und zwar in allen vier Textsorten.“
-
Amok Mama: Why we won’t ban Laterne:
„Laterne hasn’t been renamed, nobody wants it to be renamed, nobody thinks it should be renamed, nobody has suggested it be renamed. But Bild seem pretty keen on telling us it will be renamed and a lot of white people seem pretty enthusiastic – or maybe desperate is the right word – to believe it.“
-
Menschenverachtende Therapie gegen Krebs – Die Arroganz der Homöopathen:
„Im Zuge der Recherche zum Narayana-Verlag, über dessen Stand wir auf der Frankfurter Buchmesse gestolpert sind, habe ich mich eingehender mit deren Bücherkatalog beschäftigt. Ich bin auf einen “Kracher” gestoßen, der mir den Atem verschlagen hat. Daraufhin habe ich mir den Autor und dessen Umtriebe genauer angesehen und bin zu erschütternden Erkenntnissen gelangt.“
-
Hirnforscherin über Folgen von Armut: „Flucht- oder Kampfverhalten“:
„Wir haben neuronale Mechanismen entdeckt, die als Vermittler die Verbindung zwischen Armut in der Kindheit und späteren Gesundheitsproblemen herstellen. Wir haben herausgefunden, dass Erwachsene, die mit neun Jahren in armen Familien lebten, geringere Aktivitäten in bestimmten Gehirnregionen gezeigt haben, nämlich dem ventrolateralen und dem dorsolateralen präfontalen Cortex, der für die Regulation negativer Gefühle wie Wut oder Traurigkeit wichtig ist. Andererseits zeigten Erwachsene, die als Neunjährige in armen Verhältnissen lebten, größere Aktivität in der Amygdala, die Flucht- oder Kampfverhalten als Antwort auf Stress in Gang setzt.“
Kategorie: Blog
Blogposts
-
Links der Woche
-
Werte-Index 2014: Erfolg wird nicht mehr am Kontostand gemessen
Klassische Meinungsumfragen liefern nur Antworten auf Fragen, die sich jemand vorher ausgedacht hat. Will man wissen, welche Themen und Werte die Leute landauf, landab wirklich bewegen, sollte man ihnen einfach nur zuhören. Das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest hat zusammen mit dem Trendbüro 1,7 Millionen Äußerungen in Blogs und Online-Communities ausgewertet – mit überraschenden Ergebnissen.
-
Links der Woche
-
Nicht lustig.:
„Ihr zeigt auch auf offener Straße mit dem Finger auf Leute und schreit: “Muahaha! Guck mal, das Opfer!” Ach, nicht? Weshalb macht ihr’s dann im Internet?“
-
Ahnungslos:
„In ein fremdes Auto steigen? Allein? Mit 15? Einfach losreisen? Undenkbar. “Einem Mädchen können Dinge passieren. Ein Mädchen muss sich vor bösen Männern in Acht nehmen. Ein Mädchen sollte nicht einfach so allein losziehen. Ein Mädchen muss sich schützen.”“
-
Die Leiden der jungen Väter:
Im Süddeutsche Zeitung Magazin schreibt Till Krause heute über sein schweres Los als Vater, der vier Monate Elternzeit übernommen hat und von Apothekerinnen, Verkäuferinnen und anderen Frauen in seiner Vaterrolle ständig bevormundet und wie ein „Dorfdepp mit IQ kaum über Raumtemperatur“ behandelt…
-
Dem Physischen verhaftet:
„Die „Datenschutz-Diskussion“ um die NSA-Abhöraffäre, die eigentlich gar keine Datenschutz-Diskussion ist, bleibt weiterhin dem Physischen verhaftet. Solange das der Fall ist, wird es nicht voran gehen.“
-
“Die gegen Wir”:
„Dieses Narrativ, das quasi das Bühnenbild für den Auftritt #schlandnets auf der diskursiven Bühne ist, ist nicht nur antiquiert in seinem Denken, im Sinne von “rückschrittlich” und “so sollte man heute nicht mehr denken”. Nein, es ist darüber hinaus eine völlige Fehlinterpretation der Sachlage. Die Regierungen und Dienste selbst sind da nämlich schon längst viel weiter. Aus den Snowdendokumenten rekonstruiert sich immer deutlicher das Bild eines internationalen, diffusen Geheimdienst-Konglomerats, verstrickt und verheddert in allerlei gemeinsamen Abkommen, strategischen Kooperationen und verschweißt durch gemeinsame Interessen. In Sachen Spionage in Deutschland profitiert die NSA ganz offensichtlich vor allem vom BND selbst, der den DE-CIX absaugt, dass es sogar den Briten Respekt abzollt.“
-
Das Leben der anderen:
„Weißt du, Claudia,“ sagt sie urplötzlich und macht eine unnötig dramatische Pause, indem sie an ihrem veganen Caramell Frappucchino Light ohne Sahne und ohne Karamell und ohne Geschmack nippt „ist ja alles ganz toll, Twitter, Bloggen, dieser ganze Kram. Klingt nach fun. Aber weißt du, ich habe ein Leben, ich habe für so etwas keine Zeit.“
-
-
Links der Woche
-
Nicht lustig.:
„Ihr zeigt auch auf offener Straße mit dem Finger auf Leute und schreit: “Muahaha! Guck mal, das Opfer!” Ach, nicht? Weshalb macht ihr’s dann im Internet?“
-
Ahnungslos:
„In ein fremdes Auto steigen? Allein? Mit 15? Einfach losreisen? Undenkbar. “Einem Mädchen können Dinge passieren. Ein Mädchen muss sich vor bösen Männern in Acht nehmen. Ein Mädchen sollte nicht einfach so allein losziehen. Ein Mädchen muss sich schützen.”“
-
Die Leiden der jungen Väter:
Im Süddeutsche Zeitung Magazin schreibt Till Krause heute über sein schweres Los als Vater, der vier Monate Elternzeit übernommen hat und von Apothekerinnen, Verkäuferinnen und anderen Frauen in seiner Vaterrolle ständig bevormundet und wie ein „Dorfdepp mit IQ kaum über Raumtemperatur“ behandelt…
-
Dem Physischen verhaftet:
„Die „Datenschutz-Diskussion“ um die NSA-Abhöraffäre, die eigentlich gar keine Datenschutz-Diskussion ist, bleibt weiterhin dem Physischen verhaftet. Solange das der Fall ist, wird es nicht voran gehen.“
-
“Die gegen Wir”:
„Dieses Narrativ, das quasi das Bühnenbild für den Auftritt #schlandnets auf der diskursiven Bühne ist, ist nicht nur antiquiert in seinem Denken, im Sinne von “rückschrittlich” und “so sollte man heute nicht mehr denken”. Nein, es ist darüber hinaus eine völlige Fehlinterpretation der Sachlage. Die Regierungen und Dienste selbst sind da nämlich schon längst viel weiter. Aus den Snowdendokumenten rekonstruiert sich immer deutlicher das Bild eines internationalen, diffusen Geheimdienst-Konglomerats, verstrickt und verheddert in allerlei gemeinsamen Abkommen, strategischen Kooperationen und verschweißt durch gemeinsame Interessen. In Sachen Spionage in Deutschland profitiert die NSA ganz offensichtlich vor allem vom BND selbst, der den DE-CIX absaugt, dass es sogar den Briten Respekt abzollt.“
-
Das Leben der anderen:
„Weißt du, Claudia,“ sagt sie urplötzlich und macht eine unnötig dramatische Pause, indem sie an ihrem veganen Caramell Frappucchino Light ohne Sahne und ohne Karamell und ohne Geschmack nippt „ist ja alles ganz toll, Twitter, Bloggen, dieser ganze Kram. Klingt nach fun. Aber weißt du, ich habe ein Leben, ich habe für so etwas keine Zeit.“
-
-
Das Geld der Nerds
In Berlin akzeptieren immer mehr Geschäfte Bitcoins als Zahlungsart. Mit der virtuellen Währung, die vor wenigen Jahren von Programmierern geschaffen wurde, kann man Kleider, Burger und Bücher kaufen – oder Drogen. Das geht fast so anonym wie mit Bargeld. Und ganz ohne Zentralbank.
-
Das Lesebühnchen – die Lesebühne für Kinder am 15.11. in Berlin
Alles fing damit an, dass Gerhard Anger mich auf den bundesweiten Vorlesetag der Stiftung Lesen aufmerksam gemacht hat: Ich liebe Lesebühnen, ich besuche sie oft und lese selber ab und zu. Und jetzt habe ich mal versucht, eine zu organisieren, und zwar eine ganz besondere: Eine Lesebühne für Kinder.
Das „Lesebühnchen“ findet am Freitag, 15. November um 17.00 Uhr im Weinmeisterhaus (Weinmeisterstraße 15) in Berlin statt und richtet sich an Kinder von 9-12 und drumrum. Es lesen: Anne Helm, Synchronsprechin, Jan-Uwe Fitz, der für Erwachsene Tauben vergrämt, Chloé Emmaline Cingöz, die Märchen berlinern kann, und Gerhard Anger, der Mann mit der schönsten Lesestimme westlich des Ural.
Das ganze wird etwas länger als eine Stunde dauern. Kinder, kommt in Scharen und bringt eure Eltern mit: Der Eintritt ist frei.
(Zur Veranstaltung auf Facebook)
-
Links der Woche
-
Die Machtsüchtigen · Warum die SPD ihre Führungsspitze loswerden muss:
„Wie staatstragend ist es eigentlich, eine Regierung zu bilden, welche die demokratische Opposition bis hin zur parlamentarischen Handlungsunfähigkeit marginalisiert?“
-
Hartz IV Sanktionen gegen minderjährige Schüler:
„15-jährige Schüler werden trotz andauerndem Schulbesuch vom Jobcenter zur Stellensuche aufgefordert und bei Weigerung sanktioniert“
-
Überwachung und “Privatsphäre”:
„Ich schließe mich dieser Stoßrichtung vollkommen an. Das Wort “Privatsphäre” ist broken by Design, weil es die Situationen auf die sie eine Antwort zu geben vorgibt, überhaupt gar nicht abbilden kann. Überwachung ist keine individuelle Angelegenheit, sondern eine Relation zwischen Überwacher und Überwachten.“
-
Are German schools systematically racist?:
„I was still shocked by my ex’s mother, though, I have to admit that. My ex-husband’s mum was teaching until 2006. She retired in 2006. 2006. It is not that long ago. She thinks Turkish people have smaller brains than German people.“
-
-
Links der Woche
-
Die Machtsüchtigen · Warum die SPD ihre Führungsspitze loswerden muss:
„Wie staatstragend ist es eigentlich, eine Regierung zu bilden, welche die demokratische Opposition bis hin zur parlamentarischen Handlungsunfähigkeit marginalisiert?“
-
Hartz IV Sanktionen gegen minderjährige Schüler:
„15-jährige Schüler werden trotz andauerndem Schulbesuch vom Jobcenter zur Stellensuche aufgefordert und bei Weigerung sanktioniert“
-
Überwachung und “Privatsphäre”:
„Ich schließe mich dieser Stoßrichtung vollkommen an. Das Wort “Privatsphäre” ist broken by Design, weil es die Situationen auf die sie eine Antwort zu geben vorgibt, überhaupt gar nicht abbilden kann. Überwachung ist keine individuelle Angelegenheit, sondern eine Relation zwischen Überwacher und Überwachten.“
-
Are German schools systematically racist?:
„I was still shocked by my ex’s mother, though, I have to admit that. My ex-husband’s mum was teaching until 2006. She retired in 2006. 2006. It is not that long ago. She thinks Turkish people have smaller brains than German people.“
-
-
Links der Woche
-
Sacking Berlin:
„It’s easy to talk about lost Golden Ages in Berlin. Everyone has their own romanticized era: louche Weimar Berlin before the Nazis, Iggy and Bowie’s seventies Berlin before the Wall fell, or maybe the squatter’s Berlin of the good old nineties. So when people start complaining that something has changed in the city, it’s tempting to dismiss it as insider one-upmanship, the old game of “I was here when.” And yet something has felt different in recent years.“
-
Homöostasis:
„Drei Mahlzeiten am Tag sind wichtig, drei Mahlzeiten am Tag sind falsch, sind out, besser sind fünf, sieben, falls man abnehmen will, zwei, zu Abend isst man am besten gar nichts, oder jedenfalls nichts fettiges, nichts süßes, kein Fleisch, und am besten bis man satt ist, oder besser nur halb so viel, wie man möchte, oder vielleicht doch einfach nichts.“
-
-
Links der Woche
-
Little Boys Learn A Lot From Watching ‚Star Wars,‘ And It Isn’t All Good:
„I didn’t think anything could rattle my confidence in the original „Star Wars“ trilogy, but Colin Stokes is doing just that. Check out 6:20 for a rundown of the Bechdel Test and 8:37 for a total bummer of a statistic. The real dynamite hit me at 9:55 when Stokes questioned the efficacy of girl power in a culture of boy power.“
-
Erster homöopathischer Klempnerbetrieb bietet alternativ-handwerkliche Reparaturen an:
„Immer mehr Menschen vertrauen ihren Körper der Homöopathie an, sind aber bei sanitären Problemen nach wie vor auf konventionelle Klempner angewiesen“
-
Briefe an PRISM (1):
„Seit ich weiß, dass jede meiner E-Mails von einem Mitarbeiter der amerikanischen Stasi und von einem Mitarbeiter der BRD-Stasi und von einem Mitarbeiter der Britischen Stasi gelesen wird, seit ich also weiß, dass ich selbst nicht der Einzige bin, der meine E-Mails liest, denn die, an die ich meine E-Mails schicke, lesen sie meist gar nicht, sie sagen, sie hätten sie nicht erhalten, sie seien im Spamordner gelandet, verloren gegangen, unwichtig gewesen, was auch immer, seit ich nun also weiß, dass es dennoch jemanden gibt, der meine E-Mails liest, erscheint es mir nicht mehr ganz so sinnlos, den Sendeknopf meines E-Mail-Programms zu drücken.“
-
„Ich sehe was was du nicht siehst“ – Erzeugen Smartphones und Co eine erweiterte Realität?:
„Das Wissen der Welt ist nur einen Mausklick entfernt – diesen Satz hört man oft, wenn es um die stetig vernetzte Informationsgesellschaft geht. Durch Smartphones, Smartwatches und Datenbrillen verwischen die Grenzen zwischen der virtuellen und der physischen Welt endgültig.“
-
Wellness für Deutsch:
„Wellness kann mit ziemlicher Sicherheit von der Liste der Pseudoanglizismen gestrichen werden.“
-
Das generische Femininum und die Gegner des Femininums:
„Bei generischen Maskulina kommt hinzu, dass wir hier von Menschen reden. Wenn Maskulina unmarkiert und Feminina markiert sind, dann ist das genau das, was die feministische Sprachwissenschaft kritisiert. Dass Männer sprachlich als der Normalfall dargestellt werden und Frauen als die Ausnahme, ist genau der Zustand, den die feministische Sprachplanung beseitigen will.“
-
