Post Humains auf der Bühne


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War irgendwie klar, dass seltsame Dinge erlebt, wer sich mit anderen Leuten zusammen setzt, um einen Verein wie den Cyborgs e.V. zu gründen. Ich durfte in den letzten Jahren mit Mitgliedern, Transhumanist:innen, Philosoph:innen, Wissenschaftler:innen, Menschen mit Behinderung, Künstler:innen aller Art und Hacker:innen interessante Gespräche führen, war auf etlichen Tagungen und Veranstaltungen, habe faszinierende Menschen kennengelernt, Fledermäusen gelauscht, mit Gedankenkraft „Pong“ gespielt, Google Glass ausprobiert, bin auf einer Bühne gepierced worden und wurde nach einer Veranstaltung, in der es um Lebensverlängerung ging, gefragt ob ich Feuer habe.

Das schönste Erlebnis war die Begegnung mit der frankokanadischen Regisseurin Dominique Leclerc. Irgendwann tauchte sie auf den Plug’n’Play-Meetings des Cyborgs e.V. auf, saß meist still am Rande und hörte zu, stellte gelegentlich Fragen und einmal filmte sie auch Interviews mit den Anwesenden. Sie sagte, sie arbeite an einem Theaterstück. Dann hörte ich eine Weile nichts mehr von ihr. Irgendwann erfuhr ich, dass ihr Stück nun fertig sei und in Montréal aufgeführt werde.

Auf der Suche nach einer technischen Lösung für ihren Diabetes Typ 1 setzt sie sich mit Human Enhancement auseinander, mit Posthumanismus und Transhumanismus und all das verarbeitete sie zu einem interaktiven Stück, das die Zuschauer:innen dazu bringt, sich selbst, Technik und Natur anders zu sehen und sich ethische Fragen neu zu stellen. Und ich wurde zu einer Figur in diesem Stück – auf eine Weise, mit der ich ausgesprochen zufrieden bin. Nach zahlreichen Aufführungen in Québeck kommt dieses Stück nun nach Berlin: Es wird am 9. und 10. April im Rahmen des FIND-Festivals in der Schaubühne am Lehniner Platz aufgeführt. Ich würde schrecklich gerne Werbung dafür machen, aber soweit ich weiß, ist das Festival längst ausverkauft.

Merci, Dominique!

Update: Im Rahmen eines Artikels über das FIND-Festival hat der Theaterkritiker A.J. Goldmann einen sehr freundlichen Absatz über das Stück in der New York Times geschrieben: A Mixed Bag of New Plays in Berlin


Im Podcast des deutschen Stifterverbandes

Vor einiger Zeit habe ich mit Corina Niebuhr vom Stifterverband ein langes Gespräch über Gerhörlosigkeit, das Cochlea-Implantat, Cyborgs und das Verhältnis von Natur und Technik geführt. Aus diesem ganz großen Bogen hat sie ein wunderbar kompaktes Portrait zusammengestellt und im „Durchfechter“-Podcast veröffentlicht – eine schöne Zusammenfassung über die Grundlagen und Perspektiven meiner Arbeit.

„Ich habe dicht gemacht“ hat die Aspekte-Redaktion einen Beitrag mit mir genannt

Nicht mein Blog, aber die Kommentare hier. Warum, das habe ich schon aufgeschrieben. Die Redaktion von ZDF-Aspekte ist drauf aufmerksam geworden und hat nachgefragt. Was ich vor allem versucht habe: die DSGVO kritisieren, ohne Panikmache zu betreiben. Der Beitrag, der daraus entstehende ist, kann hier angesehen werden.

In der eigentlichen Sendung beantwortete dann Lorena Jaume-Palasí von Algorithm Watch die Fragen von Moderatorin Katty Salié.

 

Welcome to my world

Wenn ich auf Partys gefragt werde, was ich mache, ist das immer etwas schwierig zu erklären. Cyborgs? Radio? Philosophie? „Was mit Medien“ verbietet sich ja mittlerweile und wenn ich besonders gute oder schlechte Laune habe, sage ich: „Weihnachtsbaumverkäufer“. Es ist kompliziert. Zum Glück kann ich diese Frage nun mit einer Doku beantworten: „Cyborgs among us“ des spanischen Filmemachers Rafel Duran portraitiert die internationale Body-Hacker-Szene. Ich bin sehr zufrieden mit dem Film und der Art und Weise, wie er den Cyborgs e.V. vorstellt und möchte ihm den alternativen Titel „Welcome to my world“ geben. Zu reißerisch ist mir der Titel der der deutschen Fassung: „Supermenschen“ kann noch bis zum 20. August 2017 in der ZDF-Mediathek angeschaut werden. Hier ein Trailer der englischen Originalfassung.