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Methodik: Drum prüfe, wer was regeln will:“In anderen Bereichen des öffentlichen Lebens kommt so ein experimentelles Denken allerdings nicht zum Zug. Dabei könnten Regierungen solche rigorosen Methoden durchaus nutzen, zum Beispiel, wenn sie wissen wollen, wie man Kinder am besten bildet, wie man Verbrechen dezimiert oder Straftäter rehabilitiert. Die wenigsten Richtlinien werden jedoch experimentell geprüft, bevor man sie auf die Menschheit loslässt.”
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Barrierefreiheit nur die Eisbergspitze?:“Die Menschen machen über das Regierungssystem den Versuch, Güte zu verordnen und Fairness zu garantieren. Jedoch besteht die große Schwierigkeit darin, dass Güte und Fairness moralische und KEINE politische Fragen sind.”
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Liebe inklusive:“Ich wollte die Sendung erst ignorieren. Als ich das erste Mal von “The Undateables” las, dachte ich, einfach totschweigen, dann erledigt sich das Problem schon von alleine. Da hatte ich die Rechnung ohne die Marketingabteilung des Senders Channel 4 gemacht, die das ganze Land mit Plakaten zupflastern lies auf denen mehrere behinderte Menschen zu sehen sind. “The Undateables” steht darunter.”
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Links der Woche
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Das Fischstäbchen-Phänomen:“Ist ja bei mir nicht anders. Ich heiße in Wirklichkeit Thorsten, bin 57, adipös und habe eine Affinität zu thailändischen Hermaphroditen.”
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Keine guten Nachrichten aus Baku:“Es gibt ein Narrativ über Aserbaidschan, wonach sich das Land zwar langsam, aber in die richtige Richtung bewege. Es sei ja erst seit 20 Jahren unabhängig, man müsse ihm Zeit geben und es dauere halt, bis sich eine Zivilgesellschaft entwickelt habe. Daraus folgt, dass man die Regierung nicht mit Maximalforderungen und Ansprüchen überfordern dürfe, sondern Geduld haben müsse mit ihr und sie wohlwollend begleiten müsse. Das klingt plausibel, widerspricht aber fundamental der Einschätzung der meisten Menschenrechtsgruppen und vieler Bürgerrechtler vor Ort. Sie sagen: Das Land bewegt sich nicht zu langsam in die richtige Richtung. Es bewegt sich in die falsche. Kurz gesagt: Es wird alles immer schlimmer.”
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Schubsresistenter humanoider Laufroboter:“Den zweibeinigen Laufroboter HRP3L-JSK der Universität in Tokio bringt so schnell nichts aus dem Tritt. Seine Entwickler haben ihm ein neuartiges Antriebssystem und eine Steuerung verpasst, die es ihm ermöglicht, Tritte und Stöße schnell auszubalancieren.”
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Wutgegenrede:“Ich, freier Journalist für Zeitungen, Zeitschriften und Onlinemedien in Deutschland, stehe für den Respekt vor dem Urheberrecht ein. Ich erachte die Wahrung des Urheberrechts als entscheidende Grundlage einer Medienkultur, die auf fachlicher Kompetenz, schöpferischer Leistung, kreativer Vielfalt und professionellem Handwerk aufgebaut ist. Ich verwahre mich dagegen, meine Arbeit mit der Begründung zu entwerten, die angebliche Dauerkrise der Medienverlage müsse den uneingeschränkten Zugriff darauf zu einer Selbstverständlichkeit machen. Ich verwahre mich insbesondere dagegen, die mehrfache Verwertung und Weiterlizensierung meiner Arbeit zu einem Recht der Verlage zu erklären und damit das Ziel der fairen Vergütung der Urheber ad absurdum zu führen.”
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10 Reasons To Quit Your Job Right Now!:“When I had a corporate job I would wake up depressed. I couldn’t move out of bed. The sun would be coming in. A cat on the fire escape staring at me through the window. Even it was more excited to be alive than me. And, by the way, I had the best job in the world. I interviewed prostitutes for a living at three in the morning. But they were going to kill me in my cubicle.”
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Links der Woche
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Im Ententeich – Die schöne Seite der Kostenlosmentalität:“Das Problem dieser Autoren mit dem Netz ist weniger, dass es ihre Einnahmen als dass es ihr Selbstbild als Autor in Frage stellt. Als Autor auf dem bewährten Modell bestehen, heißt tatsächlich, sich nicht mit neuen Formen des Schreibens zu beschäftigen. Lewitscharoff spricht in ihrem FAZ-Beitrag von “haltlosem Internetgequassel” und von der Verhöhnung von Autorenleistungen durch von ihr nicht benannte Quellen im Netz (auch dies übrigens eine alte, im Netz nicht mögliche Technik des Schreibens: einen Gegner nicht benennen, ein Machtgestus, der dem Gegner erst gar keinen Status zubilligt – im Internet wird der direkte Bezug erwartet, Insiderspielchen werden in den Kommentaren durch Hyperlinks ausgebremst). Sie fühlt sich alles in allem vom Netz als Autorin einfach herabgewürdigt.”
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Liquid Feedback in 140 Sekunden
Liquid Feedback erklären in 140 Sekunden inkl. Klarnamensdebatte? Challenge accepted.
Diese Folge „140 Sekunden – Tweets und ihre Geschichte“ lief vorgestern im Elektrischen Reporter bei ZDF Info.
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Ich erzähle bei „ZIBB“ ein wenig über meine Cochlea-Implantate
Vor 1 Woche war so ne Art Jubiläum: Die erste Operation ist ein Jahr her. Dazu habe ich einen ganzen Stapel notizen, den ich dringend verbloggen müsste, komme aber nicht dazu. Stattdessen erzähle ich bei „ZIBB“ in einem Beitrag über Hörgeräte ein wenig was darüber.
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Links der Woche
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Die Grünen — Steigbügelhalter für FJS?:“Die Furcht, die Grünen könnten der SPD zu viele Stimmen wegnehmen und damit Strauß doch noch zur Macht verhelfen, zwingt die Sozialdemokraten zu schärferen Auseinandersetzungen mit den Umweltschützern: “Keine Konzessionen”, mahnte Wischnewski, und Bahr will die Grünen noch deutlicher als “unsere Gegner” darstellen.”
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Die Sache mit dem Regieren:“Anstatt blind Koalitionsaussagen zu machen, diese kategorisch abzulehnen oder entsprechenden Fragen einfach auszuweichen sollten wir eine Liste unserer Bedingungen für die Unterstützung einer möglichen Regierung beschließen. Nach der Wahl reden wir dann mit allen Parteien die diese Bedingungen akzeptieren.”
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Wie ich einmal mein Facebookverhalten drastisch veränderte, ohne dass jemand einen Unterschied bemerkte.:“Worin also besteht die radikale Veränderung, von der im Titel dieses Artikels die Rede ist? Ich habe aufgehört, Facebook in dem Sinne zu benutzen, in dem es gedacht ist. Ich lese den Stream nicht mehr mit. Ich ignoriere den eigentlichen Zweck, den Facebook verfolgt, das Sharen des banalen Alltags jedes Menschen mit seinen “Freunden”, der mittels der Funktion “Like” zur Pflege des eigenen Egos beitragen soll.”
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Polyamorie? Vielweiberei? – Eine Klarstellung zur Familienpolitik der Piraten:“Die genaue Anzahl der beteiligten Partner beträgt jeweils zwei, und die Voraussetzung für das Eingehen solcher Lebensgemeinschaften ist, dass die Partnerschaft mit dem gemeinsamen Ausleben von Sexualität verbunden ist. Mit der Gestaltung und dem Stattfinden des “ehelichen Beschlafs” beschäftigen sich sogar Juristen. Was sich auf den ersten Blick skurril liest, hat eine bestürzende Konsequenz: Der Staat interessiert sich dafür, was im eigenen Schlafzimmer einvernehmlich, legal und unter in jeder Hinsicht mündigen Partnern geschieht.”
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Einzelfälle, bedauerliche?:“Es ist mir unbegreiflich, dass jeder meint, sich zu diesem Thema äußern zu müssen. Beim Thema Afghanistan, Gesundheitswesen oder Euro-Krise hört man von Piraten, dass wir da keine abgestimmte Parteimeinung und überdies (noch) nicht genügend Ahnung haben. Aber beim Thema Juden und Holocaust, da ist die Meinung dann da und wird unreflektiert und unbelastet von Sachkenntnis hinaus in die Welt geplärrt. Als wäre das nicht schon arg genug, fehlt auch noch die nötige Empathie: Der fabrikmäßigen Vernichtung von Menschen folgt die Entmenschlichung des Holocausts in der öffentlichen Meinung, wie sie sonst eher nach dem x-ten Bier am Stammtisch geäußert wird. Herzlichen Glückwunsch.”
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