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ENG – ITA 1:2:
„England mit den besseren Chancen, sagt der Mann im Fernseher, ich weiß nicht; natürlich hätte ein Tor fallen können, bei den Schüssen aus der vierten Reihe, es werden schließlich auch Leute aus heiterem Himmel vom Blitz erschlagen. Bloß die Wahrscheinlichkeit ist eben nicht sehr hoch, dass daraus was wird, und wenn doch, dann für Italien. Andrea Pirlo mit einem veritablen Hütchenspielertrick, und kein Engländer hat verstanden, unter welchem Italiener die Kugel liegt; und als sie es wussten, wars schon zu spät.“
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Cyborgs and Transhumanism:
„Technology is part of human nature. We have been cooking food for more than two million years, so our alimentary system is fully adjusted to our technological diet. We have been wearing clothes even longer, so they have replaced the pelt of our ancestors. Tools are extensions of our bodies, concluded McLuhan, elaborating on the thoughts of Pierre Teilhard de Chardin. Our cooking food is an extension of our metabolism, clothing extends our skin, the microscope is the extension of our eye, and – most important – computers are extensions of our brains, and networked through the Internet become extensions of our nervous system.“
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Über das Menschsein hinaus:
„Getunte Gehirne, Exoskelette, Siliziumschaltkreise im Körper – schon längst wird daran geforscht und geschraubt. Das Versprechen: ein besseres Leben mit höherer Leistungsfähigkeit und mehr Lebensfreude. Schöne neue Welt oder Vertiefung gesellschaftlicher Gräben?“
Blog
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Links der Woche
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Meine Quantitäten
Selftracker sind Menschen, die messen, wie viele Schritte sie täglich zurücklegen, wieviel Sport sie treiben, was sie essen und wie sie schlafen. Ist das ein Schritt zur Selbsterkenntnis oder nur Selbstoptimierung? Und wo bleibt der Datenschutz?
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Links der Woche
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Erlebnisbericht: Einsatzleitstelle der Berliner Polizei anlässlich #24hPolizei:
„Mir wird klar, dass diese ganze Sicherheitsesoterik wahrscheinlich auch deswegen betrieben wird, weil man gar nicht mehr weiß, wie man bei dieser Arbeitslast die ganze Kriminalität noch bekämpfen soll. Hier käme die Politik ins Spiel. In der bisherigen Legislatur ging es wenig um Ausstattung und Arbeitsorganisation der Polizei, sondern vor allem um Versäumnisse.“
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Links der Woche
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Erste Hacker-Angriffe auf Glass-Träger:
„Es wird enger für Träger von Googles Datenbrille “Glass”. Nach Beleidigungen (“Glasshole”), tätlichen Angriffen, Hausverbot in manchen Bars und Kinos, inklusive Verhör erfolgt jetzt ein neuer Versuch, Trägern das Leben schwer zu machen: Der “Critical Engineer” Julian Oliver aus Berlin hat ein Programm namens glasshole.sh entwickelt, das es ermöglichen soll, Google Glass-Nutzer aus lokalen Netzwerken zu kicken.“
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Überwachung von Briefpost: Verfassungsschutz Thüringen nutzt Hardware von Staatstrojaner-Hersteller DigiTask:
„Dass das analoge Postwesen nicht nur in DDR und USA, sondern auch der Bundesrepublik überwacht wird, haben wir bereits 2007 berichtet.“
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Bildungsferne Schichten
tl;dr: Du wirst nicht glauben, was ein Lehrer in der Wikipedia gefunden hat.

Der Deutsche Lehrerverband ist nicht nur besorgt sondern hat gleich den ganz großen Bedenkenträger vom Stand der Dinge mitgebracht und ist erzürnt! Stein des Anstoßes ist die Abbildung eines ejakulierenden Penises in der Wikipedia. Das sei Pornographie. Der deutsche Lehrerverband warnt deshalb Eltern davor, ihre Kinder die Wikipeda nutzen zu lassen.
Schnappatmung und Hyperventilation! Hier tun dringende Maßnahmen peinlichst Not: Sexualaufklärung nur noch anhand von Darstellungen mit Bienen und Blumen und das ganze darf natürlich nur nach 23.00 Uhr freigeschaltet werden! Wo kommen wir denn hin, wenn wir unseren Kindern Bildung angedeihen lassen, die auch dazu führt, dass sie untenrum bescheid wissen.
Aber vielleicht benötigen die Bildungsfernen schichten in unseren Lehrerzimmern einfach nur ein wenig Sexualkunde? Ich stelle mir schon vor, wie die Herren Altphilologen dann im Kolloquium sitzen und kichern, während ihnen erklärt wird, wo die kleinen Babys herkommen. Sicher wird es zu dem einen oder anderen Trauma kommen, wenn einige erfahren, dass das ganze nichts mit den Störchen zu tun hat, weshalb parallel psychologische Beratung für verstörte Pädagogen angeboten werden sollte.
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Links der Woche
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Mehr Punk, weniger Hölle!:
„Was war in die konservativen Wähler von Reykjavik gefahren? Jedenfalls zeigten sie Mut. Sie taten am 27. Mai 2010 etwas, wovon sonst alle immer nur redeten: Sie entzogen den Politikern die Macht. Und übertrugen sie den Amateuren. Und so begann ein einzigartiges politisches Experiment: Wie würden Nicht-Politiker regieren? Wie Punks? Wie Anarchisten? Mitten in der Krise?“
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Schmarotzen auf Deutsch:
„Sozialmissbrauch, so wird insinuiert, findet auf Seiten der Wanderarbeiter statt. Mit der Realität hat diese Sicht auf die Dinge allerdings wenig zu tun. Es gibt noch eine andere Art, wie die Sache mit dem Sozialmissbrauch zu sehen ist. Die nimmt jene Unternehmen in den Blick, die durch sozialen Missbrauch an Wanderarbeitern Profit machen; Unternehmen, die in Deutschland ansässig sind.“
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The Final Frontier?:
„Klappt das denn ohne Schwerkraft überhaupt? Einen Anhaltspunkt bieten Erfahrungsberichte aus Parabelflügen: Die Künstlerin Vanna Bonta zum Beispiel fand es extrem schwierig, ihren Mann bei einem derartigen Flug auch nur zu küssen, ohne dass der gute alte Newton ihnen mit seinem 3. Gesetz dazwischen funkte und das Paar bei der kleinsten Bewegung wieder auseinander trieb. Es gelang erst in der 8. Parabel. An Sex war gar nicht erst zu denken. Was zunächst lustig klingt, kann im Ernstfall sogar schmerzhafte Verletzungen zur Folge haben.“
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Nachdenken mit Sohn II:
„Aktuell entdeckt Sohn II seine Vorliebe für Zahlen und mathematische Phänomene, eine Leidenschaft, die ihm in diesem Haushalt ganz gewiss niemand vorlebt, ganz im Gegenteil. Er grübelt über Zahlen. Über deren Steigerungsfäigkeit, über Zahlenreihen und, ganz wichtig, über ihre Unendlichkeit. Er denkt schon seit Wochen verbissen auf der Unendlichkeit herum, die ihm bei Zahlen zum ersten Mal auffiel. Mittlerweile hat er sie auch für das All entdeckt, das scheint ihm vergleichbar, das nimmt er recht lässig hin. Zahlen hören nicht auf. Nie. Man könnte ein ganzes Leben lang zählen und käme an kein Ende, es gibt nämlich kein Ende, es gibt immer noch eine Zahl mehr. Das kann man sich ganz plastisch vorstellen, weil man ja immer eine Zahl mehr sagen kann. Und noch eine. Und noch eine. Es lässt ihm einfach keine Ruhe.“
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Boing-Boing-Autor Cory Doctorow: „Das Urheberrecht ist ein Nährboden für Überwachung“:
„Überwachung und Zensur sind Methoden, die gebraucht werden, um das aktuelle Urheberrecht durchzusetzen. Beispiel UK: Bei uns wird „The Pirate Bay“ im ganzen Land geblockt. Die Regierung muss also den gesamten Traffic, der aus dem Land geht, abfangen und prüfen, ob er dorthin unterwegs war. De facto steht damit eine ganze Nation unter Überwachung – ein verdammt hoher Preis für die Verhinderung von Urheberrechtsverletzungen.“
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Automatisierung: Die Roboter kommen, doch Politiker sprechen noch immer von Arbeitsplatzschaffung:
„Das Beförderungs-Startup Uber will auf mittlere Sicht selbstfahrende Autos einsetzen. Amazon verzehnfacht in diesem Jahr die Zahl der Roboter in seinen Versandzentren. Maschinen nehmen Menschen die Arbeit weg – doch Politik und Volkswirtschaft sind überhaupt nicht vorbereitet.“
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Heckenschützen beim Dessert:
„Die Europapolitik ähnelt insofern dem Deutschen Kaiserreich, wo das Parlament auch keinen Einfluß auf die Regierungsbildung nehmen konnte. Der institutionelle Konflikt zwischen Rat und Parlament ist somit unausweichlich geworden. Wann, wenn nicht jetzt, will das Parlament diesen Konflikt zu seinen Gunsten entscheiden? Dafür braucht es keineswegs eine in der EU aussichtslose Vertragsänderung, sondern es reicht die Durchsetzung einer neuen politischen Praxis.“
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Links der Woche
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Ein naturalistischer Fehlschluss:
„Wir haben den Punkt erreicht wo das Argument etwas sei ja “im analogen Leben auch so” ein Nullargument geworden ist.“
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Ein historischer Abriss deutscher Querfronten:
„Da kann man schon mal durcheinander kommen. Wenn dann noch Nazis mit Palitüchern aufmarschieren, wenn linke Antisemiten und rechte Antikapitalisten das Wort ergreifen, Kommunisten und Nazis für Putin auf die Straße gehen, Linke, Faschos und Jihadisten gemeinsam auf einem Soli-Boot nach Gaza schippern, und wenn auf den neuen Montagsdemos ganz offen dafür geworben wird, die Unterscheidung von links und rechts endlich ad acta zu legen zugunsten einer breiten Volksfront gegen, ja wen auch immer, dann wird es richtig undurchschaubar.“
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Wie aus der Spähaffäre so langsam eine Googleaffäre wird:
„Es ist wahrscheinlich der größte und dreisteste Spin diesen Jahrhunderts, der da gerade vor unseren Augen stattfindet. Vergleichbar nur mit dem Spin, der zum Irakkrieg führte. Zumindest in Deutschland. Zumindest, wenn er glückt. Und danach sieht es aus.“
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Morbus Ken – von Friedensdemos und Verschwörungstheorien:
„Die Montagsdemos sind Tummelplatz für Ressentiments, abstruse Verschwörungstheorien und Vorurteile, für das Denken in einfachen Schubladen, für einen Protest ohne konkrete Forderungen außer: die da oben, die sind alle ganz, ganz doof. Und böse! Die Zionisten in Isreal und den USA, und zahlreiche Wirtschaftslobbys sind die Strippenzieher, die Medien und Politiker kontrollieren. Das klingt verdächtig nach Stammtischgeschwätz und das ist es auch.“
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„Darf Europa scheitern?“ – ein Streitgespräch:
„Brennt denn noch jemand in Europa für die Europäische Union? Ein unterhaltsames Streitgespräch zwischen dem österreichischen Autor Robert Menasse und dem Rechtswissenschaftler Christoph Möllers hinterfragt unseren europäischen Alltag.“
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Hashtag-Aktivismus: #GutesGewissen
Reine Anteilnahme – sagen viele Kritiker – helfe überhaupt niemanden, solange auf den Hashtag-Aktivismus nicht auch Taten folgen. Aber genau das ist erstaunlich oft der Fall.
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#GutesGewissen
Seit der Entführung Hunderter nigerianischer Schulmädchen beteiligen sich Millionen Menschen über den Hashtag #BringBackOurGirls auf Twitter an der Kampagne für ihre Befreiung. Kann diese Form von Aktivismus etwas bewirken?
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Links der Woche
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Evolutionsforschung: Penis zu sehr im Fokus der Evolutionsbiologen?:
„Geschlechtsteile und ihre Formen sind ein Fenster in die Werkstatt der Evolution. Im Fokus der Forschung jedoch ist laut einer aktuellen Untersuchung weit überwiegend das männliche Geschlechtsteil, die weibliche Seite des evolutionären Wettrüstens wird dagegen stiefmütterlich behandelt – zum Nachteil der Forschung?“
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Freiflächen:
„Ob Tempelhofer Feld, Mauerpark, Spreeufer oder Gleisdreieck, die Zeiten als die Berliner*innen die Entscheidungen über “ihre” Freiflächen kommentarlos hingenommen haben, sind vorbei. Zu oft wurden städtebaulich, historisch und landschaftlich bedeutende Areale in Landeseigentum einfach an die meistbietenden Interessenten verscherbelt, ohne Rücksicht auf eine nachhaltige Entwicklung oder auf soziale Belange zu nehmen.“
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Neusprech:
„Sicherheitsraum für Daten, europäischer“
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Fünfzehn Thesen zu Feminismus und Post-Gender:
„Für Antje Schrupp geht es nicht um Lobbyarbeit für Fraueninteressen, sondern um eine Welt, in der gutes Leben für alle Menschen möglich ist“
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Deutsch für Podcast:
„Der Verein Deutsche Sprache (VDS) sucht über seinen wöchentlichen Strompostrundbrief auch regelmäßig nach Alternativen für Anglizismen. Damit führen sie auf eine gewisse Art diese peinliche „Aktion le-he-he-he-bendiges Deutsch“ fort. Und warum nicht mal ein paar alte Klassiker aufspüren?“
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