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Die besten Quellen für Hörbücher im Netz

Für T-Online News habe ich mir mal angehesen, wo es im Netz alles Hörbücher zum Download oder Streaming gibt. Die Preise sind bei allen ziemlich ähnlich, was man dafür bekommt schwankt hingegen stark. Bitte hier entlang.

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Streaming Teil 1: Musik

tl;dr: Google Play Music wins bei mir.

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Vorweg: Ich komme nicht mit Spotify klar. Warum genau, weiß ich nicht, aber die Benutzerobefläche verjagt mich. Für mich persönlich ist sie völlig kontraintuitiv. Spotify ist quasi mein ganz persönliches Snapchat. Leider bietet aber niemand Vorträge zur Nutzung an. Das schlimmste an Spotifiy ist allerdings die Funktion, in die Playlists der Freunde reinzuhören. Die sind ganz überwiegend schrecklich. (Vermutlich ginge das meinen Freunden mit meiner auch nicht anders.) Da ich gerne mit ihnen befreundet bleiben möchte, muss ich deren Musik also ignorieren. Ansonsten: Ich finde bei Spotify nie, was ich suche. Was natürlich an mir liegen kann. Wenn ich über irgendwo über interessante Musik stolpere, gucke ich ohne Nachzudenken sowieso immer erstmal bei Youtube.

Aber so ein Streaming-Abo interessiert mich auch gar nicht so sehr. Ich habe ein etliche Gigabyte großes Archiv an gekaufter bzw. überwiegend selbst von CD eingelesener Musik. Darunter auch selbstgemachte Sachen, DJ-Sets von Freunden und Musik von Leuten und Bands aus der Berliner Lesenbühnenszene, die man überhaupt nirgendwo bekommt. Meine eigene Musik kann ich zwar vermutlich auch irgendwie bei Spotify einbinden, bis heute habe ich aber nicht herausgefunden, wie das geht.

Das bietet Apple Music. Dem traue ich aber nach den vielen Beschwerden der letzten Wochen so gar nicht über den Weg. iTunes wurde über die Jahre auch immer nerviger und mittlerweile wäre ich wieder mit der Kombination aus großem Verzeichnis auf der Festplatte und Winamp durchaus glücklich, wenn da nicht ein Problem wäre: Ich bin in mehreren Monaten nicht dazu gekommen, meine Musik aufs damals neue Telefon zu kopieren. So habe ich unterwegs nie dabei, was ich gerade hören möchte. Da wäre doch ein Streaming-Dienst, mit dem ich meine gekaufte Musik überall auf verschiedenen Geräten hören und ggf. weitere Musik hinzukaufen kann, ganz nett. Ja: kaufen. Ich supporte nämlich gerne Künstler, die ich mag, und kaufe ihre Musik. Das Geld, das sie über Dienste wie Spotify einnehmen, ist nämlich ein Hohn in Tüten.

Meine Lösung war dann unerwarteterweise Google Play Music. Kostet einen 10er im Monat, wenn man Musik hören will, die man nicht gekauft hat, lässt sich aber genauso gut kostenlos nutzen. Einrichtung und Upload gehen ausgesprochen angenehm vonstatten. Bei einem Export aus iTunes schnappt Google sich zuerst die meistgehörten Stücke, sodass angenehmerweise sehr schnell die wichtigsten Lieblingslieder auf meinen anderen Geräten zur Verfügung stehen. Die Apps sind in der Bedienung tatsächlich sehr übersichtlich – für mein Gefühl besser als bei Apple und Spotify. Auf dem Telefon kann ich auswählen, welche Musik ich dauerhaft auf dem Gerät speichern möchte, um mein Datenvolumen nicht allzu sehr zu beanspruchen. Streaming auf andere Geräte, zum Beispiel vom Tablet auf eine Anlage, geht auch. (Nicht getestet.) Einen monatlichen Festpreis zahle ich nicht. Und wenn ich Musik kaufen möchte, kann ich das sehr einfach tun. Und falls ich die Musik dort nicht kriege, kaufe ich sie halt woanders und lade sie hoch.

Jetzt bin ich ein wenig überrascht: Über Apple Music und Spotify wird so viel geschrieben, von Google Play Music hört man eigentlich nichts. Vielleicht gerade weil der Dienst so reibungslos funktioniert? Ich bin mal gespannt, wie ich nach längerer Nutzung drüber denke und ob ich doch noch Stolperfallen finde. Ein Argument gegen Google ist, dass ich gerne meine Daten bei verschiedenen Anbietern hinterlasse, statt sie bei einem einzigen zu konzentrieren. Welche Dienste gibt es sonst noch so, die mir ermöglichen, einfach nur meinen eigenen Kram übers Netz auf Geräte meiner Wahl zu streamen?

Update: Offenbar hat auch Google Probleme mit dem korrekten Import der Musik: Vereinzelt tauchen Stücke unter falschen Künstlern/in falschen Alben auf. Das scheint nur solche zu betreffen, die vorher schon einzeln herumflogen. Ich muss mal schauen, ob die einfach nur schlecht getagged sind.

Update: Ich erhielt noch den Hinweis auf Twitter, dass die Zufallsfunktion sehr gut sei. Kann ich nur bestätigen. Der „Auf gut Glück“-Button liefert absolut großartige Playlists in einer Qualität, wie ich sie noch bei keinem anderen Dienst hatte. Teilweise springt sie zwischen Genres, aber auf eine stimmige Art, die viel Spaß macht und bringt Schätze ans Licht, die man schon ewig nicht gehört hat, ohne Udo Jürgens an Metallica zu reihen.