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Warum Europas Facebook ein Fintech wird

Wenn es um Digitalwirtschaft geht, ist Lamentieren der Normalmodus: Schlechte Netzabdeckung, kein Breitband auf dem Land, die bestimmenden Software- und Internetkonzerne sitzen in den USA, die Hardware kommt aus China. Das ist zwar alles richtig, übersehen wird aber dabei aber immer, dass Disruption die unterschiedlichsten Branchen betreffen kann und die Karten ständig neu gemischt werden. Das nächste Facebook wird wahrscheinlich nicht aus Europa kommen – zu groß sind die Netzwerkeffekte. Aber was, wenn das nächste Facebook gar kein Facebook ist, sondern ein Fintech?

Einiges spricht dafür, dass genau das eintreten könnte. Gerade in den letzten Monaten kam es in diesem Bereich zu immer neuen, spektakulären Finanzierungsrunden. Die Berliner N26-Bank zieht umgerechnet 130 Millionen Euro an Land und wird derzeit angeblich mit einer halben Milliarde Euro bewertet. Fast zeitgleich nimmt die ebenfalls in Berlin ansässige Solarisbank 56 Millionen Euro ein. Das Frankfurter Insurtech-Startup Clark ist mit 24 Millionen Euro dabei und versucht, die Idee des app-basierten Bankings auf Versicherungen zu übertragen. Allerdings sitzt der momentane Spitzenreiter in London: Der direkte N26-Konkurrent Revolut stieg mit einer Finanzierungsrunde über 250 Millionen US-Dollar zum wertvollsten Fintech Europas auf.

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