Die im Dunkeln sieht man doch

Langsam ist die Gesichtserkennung im Alltag angekommen. Facebook hat sein seit Jahren existierendes entsprechendes Feature auch für europäische Nutzer freigeschaltet. Das derzeit neueste iPhone wird nicht mehr durch Fingerabdruck entsperrt, sondern per Blick aufs Display. Bei den olympischen Spielen 2020 in Tokio soll ein entsprech­endes System benutzt werden, um Athleten, Presseleute und Mitarbeiter zu identifizieren, die bestimmte Bereiche betreten dürfen. Das Medienunternehmen Live Nation, zu dem auch der Dienstleister Ticketmaster gehört, kaufte das auf Gesichtserkennung spezialisierte Unternehmen Blink Identity, um Konzertbesucher künftig beim Einlass anhand ihres Gesichts zu kontrollieren, statt mit Hilfe eines vorgezeigten Tickets.

Begehrlichkeiten weckt diese Technologie schon lange auch bei Ermittlungsbehörden zahlreicher Länder. So benutzte die US-Polizei nach dem Amoklauf in der Redaktion der Capital Gazette in Annapolis, Maryland, im Juni Gesichtserkennungssoftware, um den Todesschützen zu identifizieren. Das FBI soll Fotos von 117 Millionen US-Ame­rikanern gespeichert haben.

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Das Next Big Thing könnte ein Auto sein

Als Apple vor etwas mehr als zehn Jahren das iPhone vorstellte, waren die Zutaten längst da: Mobiltelefone, Touchscreens sowie natürlich Taschencomputer und PDAs in verschiedenen Varianten. Was das iPhone einzigartig machen und einen riesigen Markt schaffen sollte, war also weniger eine konkrete Erfindung, als eine Kombination bekannter Technologien.

Besonders wichtig für den Erfolg war, es nicht als Computer für die Hosentasche zu gestalten. Denn der hätte wahrscheinlich nur Business-Anwender und IT-Nerds interessiert. Erst das Design als Telefon, also als vertrauter und einfach zu bedienender Alltagsgegenstand brachte den Durchbruch: Die Kunden waren es gewohnt, ein Handy mit sich herumzutragen. Nur dieses neue Handy von Apple konnte auch noch Fotos machen und Musik abspielen. Apps und Spiele von Whatsapp bis Candy Crush kamen quasi durch die Hintertür.

Noch heute kommt es vor, dass (zumeist ältere) Kunden sich Smartphones zeigen lassen mit dem Hinweis „Ich will damit eigentlich nur telefonieren“. Später entdecken sie, wie sie Familienfotos per Messenger tauschen und Scrabble gegen Freunde spielen können.

Es könnte sein, dass sich dieses Kunststück bald wiederholt. Der allen vertraute Alltagsgegenstand wäre dieses Mal das Auto, das sich in einen rollenden Computer verwandelt. Die entscheidende Zutat ist Sprachsteuerung. Die Technik ist vorhanden, wird derzeit aber vor allem in Smartphones und intelligenten Lautsprechern benutzt.

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Warum eine Kirche zur Anbetung künstlicher Intelligenz eine super Idee ist

Am Ende erwacht das ganze Universum zu einem erleuchteten Wesen, durchdrungen von Intelligenz. So steht es in Ray Kurzweils Buch „Menscheit 2.0“ von 2005 (Untertitel „Die Singularität ist nah“). Was Kurzweil, Chefentwickler bei Google, als das unausweichliche Schicksal des Universums sieht, ist der Endpunkt einer explosionsartigen Entwicklung, die wir gerade mit unseren Computern und der Entwicklung künstlicher Intelligenz in Gang setzen.

Anbeten lässt sich diese neue Gottheit schon heute. Dafür hat Anthony Levandowski eine neue Kirche gegründet. Levandowski ist kein Unbekannter: Unter anderem leitete er bei der Google-Tochter Waymo die Entwicklung autonomer Fahrzeuge. Wahrscheinlich denkt er schon lange darüber nach, wohin sich künstliche Intelligenz wohl entwickeln mag. Jedenfalls meldete er bereits vor mehr als zwei Jahren „Way of the Future“ als Non-Profit-Unternehmen zum Aufbau von Religionsgemeinschaft in Kalifornien an. Das Ziel: Eine künstliche Intelligenz erschaffen, diese dann als Gottheit anbeten und für Akzeptanz werben.

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