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Das Virus und die Digitalisierung

Die Zahlen, sofern es überhaupt schon Statistiken gibt, scheinen eindeutig: Während die Kinos zwangsweise geschlossen haben, konnte der Streaming-Dienst Netflix seine Einnahmen im ersten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28 Prozent steigern. Und während der Einzelhandel sein größtes Minus seit 2007 wegstecken muss, erzielt Online-Versandhändler Amazon die höchsten Um­sätze seiner Firmengeschichte, er kam zeitweise mit dem Ausliefern nicht hinterher. Der Konzern profitiert gleich dreifach: als Versandhändler, als ­Streaming-Anbieter sowie Anbieter von Cloud-Diensten, die viele der derzeit boomenden digitalen Angebote benötigen.

Während in vielen Geschäftsbereichen der Umsatz zurückgeht, profitieren die meisten großen IT-Konzerne von der Pandemie. Das gilt auch für zahlreiche kleinere IT-Unternehmen, wie etwa Anbieter von Videokonferenz­systemen und Tools für die Teamarbeit über das Internet oder Lieferdienste. Allerdings boomen längst nicht alle Firmen, die mit IT assoziiert werden: Uber, Airbnb und Wework leiden ­darunter, dass viele Menschen zu Hause bleiben und weder Transporte noch Ferienwohnungen oder Büroflächen brauchen.

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