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Links der Woche

  • Biologismus 101:

    “Da den Genderprofessorinnen ja immer und immer wieder von Leuten wie Martenstein “Unwissenschaftlichkeit” vorgeworfen wird, muss man sich schon fragen, wie dem wissenschaftlich so hervorragenden Martenstein die simpelsten Grundlagen psychologischen Experimentierens entfallen konnten, die man auf den ersten 20 Seiten einer Einführung für Erstsemester nachlesen kann. Es gibt nämlich ein paar einfache wissenschaftlich-methodische Fakten, die man sich beim Lesen solcher immer wieder erscheinender Artikel klarmachen kann und sollte.”

  • Valin über Rechtschreibnazis:

    “Die Opposition gegen den Deppenapostroph, den sogenannten, ist nur die Spitze des Spazierstocks. Wieviele Sorgen sich die Leute über Rechtschreibung in der Lage zu machen sind! Mit der Selbstverliebtheit des ZEIT-Feuilletons und einem pochernden Humorverständnis wird sich über Kommafehler in YouTube-Kommentaren mokiert, mehr als zwei Tippfehler in einem Artikel lösen regelmäßig Diskussionen über den IQ des Autoren aus, und sobald die Orthographiekompetenz des Kontrahenten unter SpOn-Niveau sinkt, wird in spitzen Bemerkungen dessen gesamte Integrität in Frage gestellt.”

  • Hörgeschädigte Kinder mit Cochlea-Implantat: durch Irrlehren zusätzlich belastet:

    “Kleinkinder müssen frühzeitig sprechen lernen. Diese Fähigkeit ist Voraussetzung für jede geistige und emotionale Entwicklung. Ist das Kind hörgeschädigt und kann es trotz Cochlea-Implantats nicht genügend hören, muss es als Alternative oder zusätzlich Gebärdensprache lernen, empfiehlt Professorin Dr. Gisela Szagun in ihrem neuen “Ratgeber zum Spracherwerb bei Kindern mit Cochleaimplantat”. “Der Aufbau eines funktionsfähigen Symbolsystems ist unabhängig davon, ob es lautlich oder gebärdet gelingt.”“

  • Der Dings:

    “Als Norddeutscher lernt man normalerweise nicht dauernd neue Menschen kennen. … Es sei denn, wir kriegen tatsächlich Kinder. Dann wird alles anders, dann lernt man eine Hundertschaft neuer Leute kennen, nämlich die anderen Eltern.”

  • Integrationsverweigerer:

    “Zum Erlernen der Integrationsregeln werden außerdem Integrationskurse gefordert – wieder nur für Einwanderer. Denn von Fremden haben wir doch nichts zu lernen; das wäre ja noch schöner! Moment mal: Ist nicht Lernen definitionsgemäß das Aneignen von Fremdem? Und ist da nicht im eigentlichen Wortsinn von Integration die ganze Gesellschaft gefordert?”

  • Von der Polizei zuerst geschlagen und anschließend ausgeforscht:

    “Der Fall der Teresa Z. dürfte das Vertrauen vieler Menschen in die Polizei tief erschüttert haben. Auf einer Münchener Polizeiwache wird der gefesselten 23-jährigen Frau von einem Polizisten derart heftig ins Gesicht geschlagen, dass es zu einem Bruch von Nase und Augenhöhle kommt. Der Polizeipräsident verteidigt das Vorgehen zunächst, der Polizeibeamte besitzt gar die Chuzpe, sich auf Notwehr zu berufen. Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft München I allerdings Anklage gegen den Beamten erhoben, weil ein Gutachten der Rechtsmedizin eine Notwehrlage nicht für gegeben ansieht.”

  • EsoterikerInnen bei den Grünen – Von der größten Schwäche einer kleinen Partei:

    “Schon nach wenigen Wochen merkt man, dass es zwei Sorten von Grünen gibt: Die, die Mitglied werden weil sie der Kampf für Homöopathie und oft auch gegen Impfungen ähnlich wichtig finden wie die Senkung der CO2-Emissionen. Auf der anderen Seite die, die trotz der in ihrer Omnipräsenz oft nur schwer erträglichen EsoterikfanatikerInnen bei den Grünen sind, weil ihnen all die anderen Themen zu wichtig sind und sie über das bisschen Esoterik schon irgendwie hinwegsehen können.”