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Links der Woche

  • Wir sind Zombies:Weil nach Marcus Leaning von der University of Winchester der Zombie-Kult auch in Büchern, etwa in Form von ironischen Zombie-Überlebensratgebern, und selbst als Zombie-Gartenzwerge so verbreitet ist, wird man hier erstmals auch einen Kurs über das Phänomen anbieten.

  • Auf der Straße zur Ironie-Hölle:…zwei postmoderne Phänomene: das der Fremdscham und der Ironie. Anhand von Casting- und Kuppelshows, von “Bad Taste”-Partys und “Bravo Hits” verhandelt sie das Zelebrieren von Dingen, die man eigentlich verabscheut. Die Überschrift “Wenn Ironie zum Zwang wird” verknappt den sehr lesenswerten Artikel leider etwas, denn tatsächlich geht es hier um zwei Phänomene mit ähnlichen Symptomen und einer gewissen Schnittmenge.

  • #om11 Nachtrag: Utopie und Schutzraum:Bei mir bewirkte die Session aber das Gegenteil. Denn das, was ich dort jeweils erlebte, führte mir nicht in erster Linie die Macht der radikalen Transparenz vor Augen, sondern im Gegenteil – die Macht des Schutzraumes.

  • Netzdiskurs: Das Elend der Internetintellektuellen:Jarvis, der sein eigenes Bedürfnis nach dem Schutz seiner Privatsphäre so aufwendig rechtfertigt, indem er es auf andere Güter und Werte zurückführt, möchte nicht, dass auch andere dieses Privileg mit ihm teilen. Eine ähnliche Verwirrung kennzeichnet seinen Umgang mit Finnland. Er erwähnt es zweimal: Zuerst erzählt er uns, dass es finnischen Unternehmen verboten ist, Bewerber bei Stellenausschreibungen zu googlen, und dann sinniert er über die Tatsache, dass in Finnland jedermanns Einkommenszahlen online zugänglich sind. Die letztgenannte Praxis ist ihm ein Rätsel, und er führt sie auf lokale Normen und die finnische Kultur zurück, wobei er betont, dass die Kultur, in der er lebt, solche Normen nicht billigt. (“Wenn es ums Geld geht, halte ich mich an kulturelle Konventionen…; hier bin ich nicht hundertprozentig öffentlich.“)

  • Christopher Lauer: Der Spiegel über unsere “Lustreise”:Ich bin gegenüber der Presse sehr offen und mache mich dadurch angreifbar. Ich bin aber so offen weil ich mir wünsche, dass dieser Vertrauensvorschuss als solcher geschätzt wird und Verhalten und Gesprochenes im Kontext gesehen wird. Die Presse hat genausowenig Bock auf abgelutschte Sprachregelungen wie wir. Berichterstattung wie diese führt aber dazu, dass man zur Skandalvermeidung nur noch das sagen wird, was eben nicht skandalisierbar ist. Es wird darüber geklagt, dass Politik und Politiker so weit entfernt vom Geschehen wären und den Kontakt zur Außenwelt verloren hätten. Wie soll ich denn jemanden an meinen Erfahrungen teilhaben lassen, wenn versucht wird, selbst aus einem korrekt abgelehnten Antrag eines Bezirksverordneten eine Affäre zu basteln?

  • Magisterarbeit jetzt online: Liquid Democracy in der Piratenpartei:Mit großer Freude kann ich Euch heute meine Magisterarbeit mit dem Titel “Liquid Democracy in der Piratenpartei – Eine neue Chance für innerparteiliche Demokratie im 21. Jahrhundert?” zum Download anbieten. Insgesamt habe ich mich rund acht Monate mich mit dem Thema Liquid Democracy in der Piratenpartei beschäftigt. Die Arbeit ist aber nicht nur die Zusammenfassung aller Einzeltexte dieses Blogs, sondern geht auf über 160 Seiten stark ins Detail.