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Links der Woche

  • Jugendproteste in Spanien: Yes, we camp:Stärkste Partei wurde jedoch mit 33 Prozent die der Nichtwähler. In Madrid stimmte nicht einmal einer von drei Wählen für die Volkspartei, die nun die Stadt leiten wird. In Barcelona betrug die Wahlenthaltung sogar 47 Prozent, so dass Convergéncia i Unió (CiU) mit nur 14 Prozent der möglichen Stimmen regieren wird. Ein interessantes Detail: Die Wähler, die einen leeren oder einen ungültigen Wahlschein abgaben, sind die viertstärkste politische Kraft Spaniens.

  • Wie die Deutsche Bank in Unis reinregiert:Mitsprache in der Lehrkonzeption, Lehraufträge für Bankmitarbeiter, Vetorecht bei der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen, gesonderte Werberechte an der Uni. Mit einem exklusiven “Sponsoren- und Kooperationsvertrag” hat die Deutsche Bank sich an zwei Berliner Universitäten weitreichende Mitspracherechte zusichern lassen.

  • Salle d’attente du bonheur:Jahre vergehen, alone again, naturally, aber kein Tag vergeht ohne boshafte Konfrontation mit der Vergangenheit, denn man lebt auf Tuchfühlung, die alten und die neuen Kinder werden instrumentalisiert und mit der Verachtung überzogen, die im Grunde sich selbst gilt, es werden anonyme Briefe verschickt, infantil, aber impertinent, intrigante Stutenbissigkeiten, öffentliche Weinkrämpfe, jämmerliche Amouren mit impotenten Pädagogen, mit Lichtorgasmus-Vertretern, die esoterische Traktate und Panflötenmusik aufnötigen, mit bankrotten, deformierten Hochstaplern lächerlichster Couleur, Nuttenromantik. Die “freundschaftlich verbundene” Umgebung besteht entweder aus Leuten, die von nichts etwas wissen (wollen) oder sich selbst Liebhaber halten. Bigotte Bürger, für die Udo Lindenberg singen würde oder distanzlose, ölige Swinger-Charaktere.

  • Underground in Ostberlin: Zum Pogo kam noch Bandsalat:Wir waren keine SPUs: Schallplattenunterhalter! Die mussten Programmgestaltung lernen, bevor sie auftreten durften: Quiz, Spielerunden, niveauvolle Unterhaltung. (…) SPU: Das war das Schlimmste, was man werden konnte.

  • Wenn religiöser Wahn auf Weltuntergangspanik trifft…:“This is what religion encourages: fear based on imaginary terrors.”

  • Udo „Law Blog“ Vetter zur Kriminalstatistik und so genannter „Internetkriminalität“:Es bedarf keiner großen Phantasie, dass die weitaus meisten Taten in den überhaupt von der Statistik erfassten Kategorien das virtuelle Äquivalent von Delikten sind, wie sie auch im wirklichen Leben alltäglich sind. Oder will ernsthaft jemand behaupten, mit Hilfe eines Computers bei ebay abzocken ist per se schlimmer als bei Karstadt mopsen?