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Mein 10. Bloggergeburtstag

Heute vor 10 Jahren habe ich meinen ersten Blogpost geschrieben. Damals noch unter ennopark.de (wo hinter den Kulissen derzeit eine Baustelle ist, weshalb sie auf Xing verweist) schrieb ich 19. November 2000:

Eine Leseratte bin ich (fast), so lange wie ich denken kann. Und als Kind habe ich mir natürlich so meine Gedanken gemacht. Zum Bleistift, dass es eigentlich gar nicht so schwer sein kann, sich all diese Geschichten auszudenken. Ich dachte immer, die eigentliche Kunst der Schriftsteller wäre es, ihre Geschichten so zu schreiben, dass alle Zeilen gleich lang sind und hübsch untereinander stehen.

Ja, das „zum Bleistift“ ist mir heute peinlich, aber damals hat man noch so reden dürfen. Kein Themchen.

Natürlich gabs noch kein WordPress – schlimmer noch, ich kannte das Wort „Blog“ entweder noch nicht oder wusste nur so halb, was das ist. Ich aktualisierte noch manuell meine HTML-Dateien mit Editor und FTP-Programm, aber in bestem Bloggersinne: Datum, Überschrift, Text und das neueste immer zuoberst. Bald wanderte das ganze auf die Domain eBlog.de, Filmkritiken standen auf Kultfilme.net – ein Projekt, das endete, als ich aufhörte, als Filmvorführer zu jobben. Ich weiß bis heute nicht recht, was ich noch mit der Domain anfangen soll. Hat jemand Interesse?

eBlog.de, auf dem mal ein in PHP selbst geschriebenes Blogsystem lief, dessen Posts in Spalten angeordnet und horizontal scrollbar waren (Microsoft hat das bei Windows Phone 7 von mir geklaut ^^), habe ich schließlich verkauft. Ersatz war die Ennomane, wie ihr sie kennt. Sie ist jetzt etwa 5 Jahre alt und wenn ich ehrlich bin: bis Sommer 2008 Jahre habe ich hier quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit gebloggt. Sehr viel irrelevanten und privater Kram, den ich größtenteils schon wieder getilgt habe. In den Kommentarspalten flirteten die immer gleichen drei Leute miteinander. Erst seit Twitter hat sich das drastisch geändert. Und naja, fefe hat mich mal verlinkt und sowas…

Mittlerweile habe ich hier und auf anderen Blogs viele Leser und kann meinen Lebensunterhalt zu weiten Teilen vom Schreiben bestreiten – für mich beglückend. Das wäre ohne Euch – meine Leser – nicht möglich. Dafür sage ich Danke! Eine Party gibt es nicht, aber ich werde morgen das St. Oberholz unterwandern, wenn mein Freund Michael Bukowski dort unter dem Motto „5 Jahre, 10 Bände, 0 Sinn“ den neuesten Band der Lektüre für Nichtleser vorstellt. Da stoße ich gerne mit Euch an.

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