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Die leidige (Ent-)Followerei

ashility fragt bei Twitter

Ich gebe zu, ich bin ein Follow-Chaot. Ich habe einen harten Kern von Twitterern, die ich wirklich unbedingt lesen will. Und das tue ich nicht mit einem Twitter-Client sondern per RSS-Feed! Hallo Twitterer, Ihr seid alle sehr interessante Menschen. Jemand sagt was lustiges: Follow. Ich benutze die Suche anhand bestimmter Begriffe: Follow. Ich mag ein Profilbild (wie das von @ashility): Follow. Ich entdecke viel versprechende „Twitter-Promis“ in irgendwelchen Rankings: Follow.

Follow. Follow. Follow. Ja, das wird chaotisch. Ja, ich bin bei Twitterern wie @ashility oder @stijlroyal furchtbar unentschlossen und habe sie mehrmals ge- und ent-followed. Warum sollte das schlimm sein? Irgendwann jedoch quillt die Timeline über. Wenn Twitter halbwegs lesbar und übersichtlich bleiben soll, bleibt nichts anderes, als auch regelmäßig wieder zu ent-followen. Quasi als Qualitätsoffensive. Ich räume alle paar Tage bis Wochen mal wieder auf und kündige das sogar auf Twitter an.

Das Problem ist nur: Ent-Followen tut weh. Es bedeutet quasi zu sagen: Ich halte Dich für irrelevant und höre Dir nicht mehr zu. Niemand wird gerne ent-followed. Niemand ent-followed selbst gerne. Dennoch werde ich es weiterhin so halten, denn ich habe über Twitter schon viele tolle und interessante Menschen kennengelernt. Es schwappt langsam ins Real Life über und ich möchte, dass das so bleibt. Also will ich weiterhin allen möglichen Leuten aufs Geratewohl followen dürfen.

Völlig bekloppt hingegen ist der Vorschlag, jedem, den man entfollowed eine kleine Mitteilung zu schicken, warum man das tut. Demnächst werde ich mir Kärtchen drucken lassen mit der Aufschrift: „Hallo, ich habe Dir jetzt eine halbe Stunde zugehört und entschieden, dass ich nicht mehr mit Dir reden möchte.“, und die in einer Kneipe verteilen. Mal sehen, wie die Leute so drauf reagieren…

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